- Wie war das Kirschenjahr in der Region Stuttgart?
- Wo bekomme ich lokale Kirschen her?
- Wie viel kostet das Kilo Kirschen in der Region Stuttgart?
- Wie bleiben Kirschen lange haltbar?
- Welche Kirschsorte eignet sich für was?
- Wie gesund sind Kirschen?
Wie war das Kirschenjahr in der Region Stuttgart?
Allgemein war 2025 ein gutes Kirschenjahr, erzählt Obstbauer Uwe Schneider aus Walheim (Kreis Ludwigsburg). Anfangs sei es zu trocken gewesen, weshalb die Früchte teilweise kleiner ausfielen. Deswegen habe Schneider etwas weniger Ertrag. Im Kreis Esslingen habe der Hagel an manchen Früchten ein paar Dellen hinterlassen, aber trotzdem sei es auch dort ein gutes Erntejahr, sagt der Obst- und Gartenbauverein in Hepsisau (Kreis Esslingen).
Den Obstbauern bereite die Kirschessigfliege immer wieder Sorge. Diese legt ihre Eier in reife Kirschen, die sei dafür ansticht. Sie kann ganze Ernten ruinieren, erklärt Schneider. Daher solle man reife Früchte am besten direkt ernten. Laut der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (LVWO) könnte der Befall durch die Kirschessigfliege noch zunehmen, wenn die Temperaturen sinken und die Luftfeuchtigkeit steigt. Dann könne sich die Kirschessigfliege nämlich gut entwickeln.
Wo bekomme ich zur Zeit lokale Kirschen her?
Die Kirschhochburg in der Region Stuttgart liegt laut dem Verein Schwäbisches Streuobstparadies in Neidlingen (Kreis Esslingen). Die ersten Kirschen sind oft schon Ende Mai reif und die Erntezeit geht bis in den Juli, so Schneider. Frische und lokale Kirschen bekommt man zum Beispiel beim Obstbauern, die ihre Ernte direkt verkaufen. Wer gleich einen eigenen Baum haben möchte, kann zum Beispiel in Hepsisau jedes Jahr Kirschbäume ersteigern. Da kann man laut dem Obst- und Gartenanbauverein Hepsisau echte Schnäppchen machen.
Wie viel kostet das Kilo Kirschen in der Region?
Ein Kilo Kirschen koste zwischen fünf und zehn Euro aktuell, sagt Schneider. Wenn man sie selbst pflückt, komme man meistens ein bisschen günstiger weg. Zu Beginn der Erntezeit liegt der Preis etwas höher. Allgemein schwanke der Preis je nach Jahr und Aufwand, den die Betriebe bei der Ernte und Aufbereitung haben, erklärt die LVWO.
Wie bleiben Kirschen lange haltbar?
Nun hat man seine Kirschen gepflückt und gekauft, aber muss sie noch möglichst so lagern, dass sie lange halten. Obstbauer Schneider rät dazu die Kirschen mit Stiel zu pflücken und möglichst trocken und kühl zu lagern. Wenn es gesunde Kirschen sind, sollten sie vier bis sechs Tage halten. Je länger die Kirschen liegen, desto flacher werde jedoch ihr Aroma, erklärt die LVWO.
Welche Kirschsorte eignet sich für was?
Wer die Kirschen direkt vom Baum essen und pur verzehren möchte, sollte Sorten der Süßkirsche wählen. Die eignet sich auch für Desserts oder Obstsalate. Süßkirschen haben eine etwas dickere Schale und sind in der Regel etwas größer als Sauerkirschen. Für Marmelade, Kirschkuchen oder Saft eignet sich laut LVWO die Sauerkirsche besser.
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Wie gesund sind Kirschen?
Das süßsaure Obst ist nicht nur lecker, sondern auch gesund, so die LVWO. Der Zuckergehalt des roten Steinobsts schwankt je nach Reifegrad zwischen zehn und 25 Prozent. Sie enthalten demnach Antioxidanzien, Mineralstoffe und Vitamine. Je dunkler die Kirschen sind, desto mehr sekundären Pflanzenstoffe enthalten sie. Sie wirken beispielsweise entzündungshemmend. Insbesondere die Sauerkirsche werde auch in Naturheilverfahren bei Harnwegsinfektionen und Gicht eingesetzt. Außerdem enthalte sie Melatonin, was einen erholsamen Schlaf fördere.