Nachdem im März ein 18-Jähriger am Bahnhof in Ludwigsburg schwer verletzt worden war, hat die Polizei nun acht Tatverdächtige ermittelt. Sie sind zwischen 14 und 22 Jahre alt, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.
Ermittler suchten monatelang nach den Verdächtigen
Im Frühjahr ist es im Ludwigsburger Stadtgebiet mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen zwei Gruppen gekommen. Am 8. März gipfelten die Streitigkeiten laut Polizei in einem versuchten Tötungsdelikt. Ein 18-Jähriger wurde mit einem spitzen Gegenstand so schwer verletzt, dass er notoperiert werden musste. Er konnte kurz danach das Krankenhaus aber wieder verlassen.
Bei der Polizei wurde eine 15-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Monatelange Ermittlungen führten sie auf die Spur der acht Tatverdächtigen. Vier von ihnen stehen konkret im Verdacht, Täter oder Teilnehmer am versuchten Tötungsdelikt zu sein, teilt die Polizei mit. Bereits vor dieser Tat seien die Gruppierungen mehrfach aufeinandergetroffen, heißt es. Immer wieder sei es zu Körperverletzungsdelikten gekommen.
100 Polizisten bei Wohnungsdurchsuchungen im Einsatz
Am 15. Juli hat die Polizei die Wohnungen der acht Tatverdächtigen im Kreis Ludwigsburg durchsucht - unter anderem in Pleidelsheim, Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg selbst. Rund hundert Polizisten waren demnach im Einsatz. Die Ermittler fanden unter anderem "verschiedene Waffen". Die Polizei ermittelt weiter zu den Hintergründen der Auseinandersetzung.