Nachdem in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) ein Baum auf ein fahrendes Auto gestürzt war und einen 55-jährigen Mann tödlich verletzt hat, ist die Stadt aktiv geworden und hat 220 Bäume gefällt. Das teilte eine Sprecherin auf Anfrage des SWR mit. Zuerst hatte die Waiblinger Kreiszeitung berichtet. Die Rodung der Bäume sei von einem beauftragten Unternehmen durchgeführt worden, so die Stadt. Die Bäume standen auf privaten Grundstücken.
220 Bäume wurden nach dem tödlichen Unfall gefällt
Nach dem tödlichen Unfall Mitte März ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt. Damals sagte ein Sprecher der Polizei dem SWR, dass es so aussehe, als sei der umstürzende Baum erkrankt gewesen. Um Bäume kümmern muss sich nach Angaben der Stadt Waiblingen der Eigentümer des Grundstücks, auf dem sie stehen.
Die Maßnahmen zur Entfernung der 220 Eschen rund um die Klingelestalstraße in Waiblingen sei zuvor in einer Versammlung mit den privaten Eigentümern der Grundstücke besprochen und abgestimmt worden.
Morsche Eschen, verwahrloste Grundstücke Wer haftet bei Baumstürzen? Staatsanwaltschaft untersucht tödlichen Fall in Waiblingen
Am 17. März starb ein Mann in Waiblingen, weil ein Baum auf sein Auto stürzte. War die Esche morsch? Hätte sie gefällt werden müssen? Welche Maßnahmen ergreift die Stadt?
Nach dem Unfall hatte die Stadt Waiblingen mitgeteilt, dass man schon im Vorfeld die Privatbesitzer entlang der Straße an ihre Verkehrssicherungspflicht erinnert habe. Als Stadt sei man nicht verpflichtet gewesen, selber marode Bäume auf privaten Grundstücken zu fällen.
Die Straße zwischen den Ortsteilen Kleinhegnach und Neustadt ist seit dem 10. April wieder freigegeben. Sie war für den Autoverkehr sowie für Radfahrer und Fußgänger gesperrt.