Im vergangenen Jahr hat Porsche rund 280.000 Sportwagen weltweit ausgeliefert. 2024 waren es noch gut 311.000 - insgesamt ein Minus von etwa zehn Prozent. Besonders stark war der Rückgang in China. Dort brachen die Auslieferungen sogar um 26 Prozent ein.
Schlechte Zahlen sind kein reines "China"-Problem
Auch in Deutschland ist es für Porsche schlechter gelaufen: Hier lag das Minus bei 16 Prozent. In Europa insgesamt ging es um 13 Prozent nach unten. Stabil waren dagegen die Geschäfte in Nordamerika - hier lagen die Auslieferungen praktisch auf Vorjahresniveau.
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Der kriselnde Autobauer Porsche ringt um seine Zukunft. Bei Betriebsversammlungen wurden die Beschäftigten informiert. Der Betriebsrat fürchtet um die deutschen Standorte.
Porsche: Hatten zurückhaltende Strategie im Verkauf
Unterm Strich zeigt sich damit: Der Absatzrückgang beim Sportwagenbauer ist kein regionales Einzelproblem, sondern betrifft große Teile der wichtigsten Märkte. China fällt dabei als größter Bremsklotz ins Gewicht. Porsche selbst erklärt das Minus mit Modellwechseln, Angebotslücken bei einzelnen Baureihen, einer bewusst zurückhaltenden Verkaufsstrategie und dem Verzicht auf Rabatte. Gleichzeitig verweist der Konzern auf Auslieferungs-Rekorde beim 911er und auf den wachsenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge.
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Das Management der Porsche AG will weiter sparen. Es könnte weiteren Personalabbau und weniger Azubistellen geben sowie Geschäftsteile könnten ausgelagert werden.
Mit den schwachen Auslieferungszahlen im vergangenen Jahr reiht sich Porsche allerdings ins Bild ein, das derzeit viele Autobauer zeigen: schwächere Nachfrage, harter Wettbewerb - vor allem in China - und große Unsicherheit, wie schnell sich Elektromobilität wirklich durchsetzt.