"Ohne uns kein Wir. Füreinander laut, miteinander stark"

CSD-Verein in Stuttgart feiert mit Parade und Kulturwochen 25 Jahre Jubiläum

Schon im vergangenen Jahr kamen mehrere hunderttausend Menschen in die Landeshauptstadt, um das queere Leben zu feiern. Doch auch politische Forderungen gehören zum Event.

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In Stuttgart beginnen an diesem Freitag die CSD-Kulturwochen. Mit der Veranstaltungsreihe, die am Sonntag, 26. Juli endet, will sich der Trägerverein IG CSD Stuttgart für die Rechte und Belange queerer Menschen in der Landeshauptstadt und darüber hinaus einsetzen. Eröffnet werden die CSD-Kulturwochen mit dem traditionellen Empfang im Stuttgarter Rathaus.

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CSD feiert mit drei Tagen Hocketse 25 Jahre Bestehen

Höhepunkt der Kulturwochen ist die CSD-Hocketse am Wochenende vom 24. bis 26. Juli auf dem Stuttgarter Markt- und Schillerplatz. Mit sogar drei Tagen Fest feiert der Verein dieses Jahr 25 Jahre Bestehen. Am Samstag (25. Juli) zieht die CSD-Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt. Sie endet mit einer Kundgebung auf dem Schlossplatz. Die Kundgebung ist eine der deutschlandweit größten und bedeutendsten CSD-Parade und seit Jahren eine Publikumsmagnet. Im Vergangen Jahr kamen mehrere hunderttausend Menschen.

Das diesjährige Motto der CSD-Kulturwochen lautet "Ohne uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark." Es mache deutlich, dass queere Menschen selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft sind, so der Verein. Außerdem stehe es für Solidarität sowohl innerhalb der Community als auch mit allen, die sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen.

Verein veranstaltet CSD-Kulturwochen

Zum Rathausempfang hat ein Bündnis aus CSD-Verein, der Erinnerungskultur-Initiative "Der Liebe wegen", Weissenburg e.V. und  LSVD⁺ Baden-Württemberg - Verband Queere Vielfalt nochmals an ihr Anliegen, den Nazi-Jäger und Juristen Fritz Bauer in Stuttgart angemessen zu ehren, erinnert - mit einem offenen Brief an die Stadträtinnen und Stadträte. Der in Stuttgart geborene Fritz Bauer habe sich in der Nachkriegszeit nicht nur vehement für eine juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen eingesetzt, sondern auch gegen die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller nach Paragraf 175, so das Bündnis.

Zum CSD-Rathausempfang 2025 hatte das Bündnis eine Petition für eine Ehrenbürgerschaft für Fritz Bauer gestartet. Im Januar wurde dann beim CSD-Neujahrsempfang eine Unterschriftensammlung an die Stadt übergeben. Die Stadt Stuttgart habe gebeten, "sich noch etwas zu gedulden", heißt es vom Bündnis. Weil eine posthume Verleihung der Ehrenbürgerschaft gemäß der Gemeindeverordnung für Baden-Württemberg nicht möglich ist, fordert das Bündnis, Bauer "als demokratisches Vorbild" im Rathaus sichtbar zu würdigen. Auch ein Platz im Stadtzentrum solle den Namen von Fritz Bauer tragen.

Forderung nach verlässlicher Finanzierung queerer Angebote

Auch die leeren kommunalen Kassen sind dieses Jahr ein Thema bei den CSD-Kulturwochen. Queere Beratungs-, Bildungs- und Vereinsangebote benötigten eine verlässliche öffentliche Finanzierung, so der Verein. Außerdem müsse queerfeindliche Hasskriminalität weiterhin konsequent erfasst und bekämpft werden. Darüber hinaus fordert der Verein eine klare politische Verantwortung zum Schutz der Rechte queerer Menschen.

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SWR

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