Für die wahlberechtigten Stauferinnen und Staufer geht es Anfang November nochmal an die Wahlurne. Nachdem der noch amtierende Bürgermeister Michael Benitz nach 24 Jahren aus dem Amt scheidet, hatten sich gleich fünf Kandidatinnen und Kandidaten auf seine Nachfolge beworben. Nun steht fest: Die endgültige Entscheidung ist vertagt. Um gewählt zu werden, hätte ein Kandidat im ersten Wahlgang mindestens 50 Prozent der Stimmen benötigt. Das schaffte keiner.
Ergebnis des ersten Wahlgangs der Bürgermeisterwahl Staufen
- Benjamin Bröcker: 43,86%
- Gilbert Weber: 26,11%
- Pia Riesterer: 21,06%
- Marco Prinzenbach: 5,98%
- Andreas Wiesler: 2,79%
- Sonstige: 0,2%
Stichwahl zwischen Benjamin Bröcker und Gilbert Weber
Für die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang geht es somit am 2. November in eine Stichwahl. Sowohl Bröcker als auch Weber geben sich im Vorfeld selbstbewusst. "Ich werde weiter Vollgas geben, jetzt nochmal zwei Wochen Urlaub nehmen, Tür-zu-Tür-Wahlkampf machen, möglichst jeden hier in Staufen erreichen und von mir überzeugen", sagt Weber optimistisch, trotz des Rückstands, den er im zweiten Wahlgang aufholen muss.
Bröcker hingegen traut sich zu, den Vorsprung bis ins Ziel zu halten: "Ich habe mittlerweile sieben Jahre Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung, neun Jahre Berufserfahrung in der Landesverwaltung. Ich denke, dass es wichtig ist, in einer so komplexen Situation wie hier in Staufen schnell ins Amt zu finden. Und ich glaube, das bringe ich mit."
Zwei Juristen wollen Bürgermeister werden
Benjamin Bröcker ist seit 2019 ehrenamtlicher Bürgermeister von Horben (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Der 36-Jährige arbeitet hauptberuflich als Staatsanwalt in Freiburg und ist Vater von drei Kindern.
Mit Gilbert Weber strebt ein weiterer Jurist die Spitze des Rathauses an. Er ist ebenfalls 36 Jahre alt. Der Volljurist arbeitet seit 2021 beim Regierungspräsidium Freiburg und ist Oberregierungsrat.
Langjähriger Bürgermeister Benitz dankt ab
Noch-Amtsinhaber Michael Benitz (parteilos) wurde 2001 erstmals zum Bürgermeister gewählt und seither mehrfach im Amt bestätigt, zuletzt 2017 mit 96,1 Prozent der Stimmen. Er sitzt auch für die Freien Wähler im Kreistag und engagiert sich in verschiedenen kommunalen Gremien. Seine Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, wurde bereits im vergangenen Dezember bekanntgegeben. Am 4. Dezember diesen Jahres wird er sein Amt an den Sieger der Stichwahl übergeben.