Schulpraktikum 2026 im SWR Studio Freiburg

Rückwärts in die Zukunft: Rückkehr konservativer Rollenbilder in der Gen Z?

Viele junge Männer vertreten alte Werte, statt Gleichberechtigung voranzutreiben. Woran es liegt und was die sozialen Medien damit zu tun haben.

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Von Autor/in Matteo Wendt, Mariel Thomay, Antonia Schommer, Samuel Dahmann, Ida Wülfert, Merit Pschibul, Tara Aalami, Mara Wroblewski, Lilly Baumgartner, Alexander Egelseer

Sogenannte Tradwives, Männlichkeitstrainings und traditionelle Rollenbilder zählen unter anderem zu den aktuellen Trends in den sozialen Medien. Das eher konservative Rollenverständnis, vor allem der Gen Z, scheint durch Identitätskonflikte, Medien und Konkurrenzdenken beeinflusst zu werden. Führt das dazu, dass jüngere Männer heute konservativer denken als frühere Generationen?

Studien: Junge Männer eher konservativer

"61 Prozent der Gen-Z-Männer finden, dass in Sachen Gleichstellung im eigenen Land schon genug getan wurde", so eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens Ipsos. Die Umfrage hatte für große Aufmerksamkeit gesorgt. Insgesamt wurden mehr als 23.000 Menschen in 29 Ländern befragt.  

Ein weiteres Ergebnis: "Über alle 29 Länder hinweg vertreten Männer der Generation Z unter allen befragten Personengruppen die traditionellsten Auffassungen zur Rollenverteilung."

Traditionelle Rollenbilder Gen Z will Frauen zurück an den Herd bringen? Jetzt mitdiskutieren!

Viele Männer der Gen Z sagen in einer Umfrage: Für die Gleichstellung von Frauen wurde genug getan – und wünschen sich ein traditionelles Rollenbild. Hier die Ergebnisse.

Freiburger Gleichstellungsbeauftragte kritisert Erhebung

Ipsos hat "nur junge Menschen befragt, die sich vorher über eine Plattform dazu eingetragen haben, dass sie befragt werden dürfen", lautet ein Kritikpunkt der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Freiburg, Simone Thomas.

Die Expertin sagt, dass es methodisch bessere Studien gibt, die ähnliche Ergebnisse zeigen. Laut der Shell-Jugendstudie von 2024 wünscht sich etwa die Hälfte der Jugendlichen (49 Prozent) eine eher traditionelle Aufteilung der Erwerbsarbeit – mit dem Mann als Allein- oder Hauptversorger.

Freiburg: Stadt hatte erste Gleichstellungsbeauftragte in BW

Freiburg ist bei vielen für Diversität und Offenheit bekannt. Als erste Stadt in Baden-Württemberg hat sie 1985 das Amt der Gleichstellungsbeauftragten eingeführt - noch bevor das zur Pflicht wurde. Doch wie sieht es heute mit der Wahrnehmung von Gleichstellung und Rollenverständnissen in Freiburg aus? Die Meinungen der Freiburgerinnen und Freiburger zur Entwicklung des Rollenverständnisses, insbesondere bei jungen Männern, scheinen geteilt:

Haushalt und Kinderbetreuung übernehmen auch heute noch hauptsächlich Frauen. In der Aufgabenverteilung zeigt sich, dass traditionelle Rollenbilder bei vielen weiterhin existieren:

Gründe für die Rückkehr zu konservativeren Rollenbildern

Konservatismus steht oft für klare Rollenverteilung. Jeder weiß, was von ihm erwartet wird in Zeiten von politischer Unruhe, schreibt beispielsweise das Redaktionsnetzwerk Deutschland 2026. Doch welche Gründe sehen Freiburgerinnen und Freiburger für die Rückkehr zu konservativen Rollenbildern in der jüngeren Generation?

Als Expertin sieht die Freiburger Gleichstellungsbeauftragte die Gründe einerseits in der Erziehung aber auch Politik und Social Media spielten unter anderem eine Rolle.

Die Rolle der sozialen Medien - klare Rollenverteilung

Auf Instagram ist die Rollenverteilung scheint`s klar: Frauen backen, Männer schrauben. Wie nehmen Freiburgerinnen und Freiburger diese Trends in den sozialen Medien wahr?

Social-Media-Beitrag auf Instagram

Traditionelle Rollenbilder aufbrechen

Viele Männer hätten Angst davor, durch das Aufbrechen traditioneller Rollenbilder abgehängt zu werden. Doch der Weg zu Gleichberechtigung geht nur gemeinsam, da sind sich viele Freiburgerinnen und Freiburger einig.

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Matteo Wendt, Mariel Thomay, Antonia Schommer, Samuel Dahmann, Ida Wülfert, Merit Pschibul, Tara Aalami, Mara Wroblewski, Lilly Baumgartner, Alexander Egelseer

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