Viele offene Stellen im Regierungsbezirk Freiburg

Neue Lehrkräfte: Immer noch zu wenige Bewerbungen im Schwarzwald

Zum Start des neuen Schuljahres hat das Regierungspräsidium Freiburg zwar mehr Lehrkräfte eingestellt als im letzten Jahr. Dennoch gibt es für den ländlichen Raum weiterhin zu wenige Bewerbungen.

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Von Autor/in Damian Correa Koufen

Die Zahlen klingen auf den ersten Blick erfreulich: Im neuen Schuljahr nehmen etwa 1.700 neue Lehrkräfte in Südbaden ihre Arbeit auf, wie das Regierungspräsidium Freiburg jetzt mitteilte - das sind rund 230 mehr als im letzten Jahr. Trotzdem konnten bislang noch nicht alle offenen Stellen besetzt werden. Vor allem im ländlichen Raum sei es nach wie vor schwierig, genug Bewerberinnen und Bewerber zu finden, klagt die Behörde.

Dieser Trend bestätigt sich auch in den Landkreisen Lörrach und Waldshut, erzählt Regina Höfler, stellvertretende Amtsleiterin des Schulamts Lörrach. Sie ist für die Vermittlung neuer Lehrkräfte an Grundschulen und sonderpädagogischen Bildungszentren (SBBZ) zuständig.

Je weiter weg von Freiburg, desto schwieriger

Die Zahl der Bewerbungen in den beiden Landkreisen insgesamt sei zwar deutlich gestiegen. Aber: Schulen, die länger als eine Stunde Fahrzeit von Freiburg entfernt sind, hätten es weiterhin schwer. Viele Bewerberinnen und Bewerber aus Freiburg - die einen großen Teil der Absolventen ausmachen - seien nicht bereit, von dort wegzuziehen.

Schulen mit schlechter Zuganbindung oder weitem Fahrweg seien eher unbeliebt, sagt Höfler. Ausnahme: Bildungseinrichtungen, die sich gut auf ihrer Homepage präsentieren oder Schulen mit besonderem pädagogischen Konzept. Im Fall der Landkreise Lörrach und Waldshut sei auch der Blick über die schweizerische Grenze für viele Absolventinnen und Absolventen des Referendariats attraktiv, gerade wegen der höheren Gehälter.

Hoffen auf Bewerbungen von Gymnasiallehrern

Der Freiburger Regierungspräsident Carsten Gabbert hofft nun, dass die offenen Stellen in den betroffenen Regionen für Lehrkräfte interessant werden könnten, die wegen der Umstellung auf das neue G9-System an Gymnasien noch keinen Platz bekommen haben. Durch die Änderung in diesem Schuljahr ist der Bedarf an Lehrkräften dort in Baden-Württemberg zunächst gesunken.

Beschäftigungslose Lehrkräfte haben auch die Möglichkeit, sich auf rund 370 weitere Stellen zu bewerben, die erst in den letzten Wochen ausgeschrieben wurden: Durch einen Programmierfehler waren sie fälschlicherweise als besetzt angegeben worden. Die meisten dieser Stellen sind an Sonderpädagogischen Bildungszentren. Das Einstellungsverfahren läuft noch bis Ende Oktober.

Mehr Schüler in Südbaden - weniger neue Gymnasiasten

Am Montag beginnt für rund 285.500 Schülerinnen und Schüler an den 863 öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Freiburg wieder die Schule. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 2.500 junge Menschen mehr. Während die Anmeldungen bei den Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen leicht gestiegen sind, gingen sie bei den beruflichen und den allgemein bildenden Gymnasien leicht zurück.

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