Keine Lösung im Krieg in der Ukraine

In Freiburg lebende Ukrainerin zu Treffen von Trump und Putin: "Verstehe nicht, wofür es da war"

Es ist der Tag nach dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin. Ukrainerinnen im südbadischen Exil finden: Dass es keinen Deal über den Krieg in der Ukraine gab, war zu erwarten.

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Von Autor/in Charlotte Schönberger

Das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Machthaber Wladimir Putin am Freitagabend im US-Bundesstaat Alaska war hoch umstritten. Auch Ukrainerinnen und Ukrainer in Südbaden verfolgten es - mit gemischten Gefühlen.

Oksana Vyhovska, Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Gesellschaft Freiburg, und ihre ukrainischen Bekannten haben wenig vom Gipfel erwartet - und doch Redebedarf. "Das Treffen hat nichts gebracht. Ich verstehe nicht, wofür es da war. Das Ergebnis war wie erwartet: null", sagt Vyhovska. Bereits zuvor hatte sie Bedenken geäußert.

Putin auf dem roten Teppich fällt ihnen schwer zu sehen

Sie alle mussten ihre Heimat wegen des russischen Angriffskrieges verlassen - leben jetzt in und um Freiburg. Das medienwirksame Treffen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern von Freitagabend können sie nicht ernst nehmen. Sie würden das nur fürs Publikum machen, denkt Vyhovska. Sie sieht darin keine ernsthaften Schritte zu einer Lösung.

Putin soll aufhören, die Ukraine zu bombardieren, dann ist der Krieg vorbei.

Es fällt ihnen schwer, Bilder zu sehen, in denen ein US-Präsident auf dem roten Teppich Putin empfängt, Hände schüttelt und ihn damit diplomatisch aufwertet. "Putin ist internationaler Kriegsverbrecher", sagt Svitlana Los.

Ukrainerinnen blicken mit Sorge auf die Entwicklungen

Auch während sich Putin und Trump treffen, fliegen weiter russische Raketen auf die Ukraine. Die vier Frauen blicken mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen, denn sie alle haben einen großen Wunsch: wieder in der Ukraine leben.

Vier Frauen aus der Ukraine treffen sich nach dem Gipfeltreffen von Trump und Putin.

"Ich will mit meinem Mann, mit meinem Sohn, meiner Tochter in der Ukraine leben, in unserem Land", sagt Anna Fitkovska. Dafür - so die Botschaft der vier Ukrainerinnen nach dem Gipfeltreffen in Alaska - dürfe mit Putin nicht verhandelt werden, als wäre er ein Partner.

Es dürfe bei einem Treffen auch nicht über die Ukraine geredet werden, sondern mit der Ukraine, fordern sie. "Nur mit Hoffnung kannst du nicht gewinnen", sagt Vyhovska. Aber ohne Hoffnung könne sie auch nicht leben.

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SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

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Autor/in
Charlotte Schönberger
Charlotte Schönberger, Redakteurin und Reporterin beim SWR
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Louise Schöneshöfer
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