Bei den Windrädern auf dem Freiburger Roßkopf gibt es einen Generationenwechsel: Die vier alten Windenergieanlagen weichen zwei neuen. Zweimal hat es in diesem Jahr bereits geknallt, als im März zwei der älteren Windräder gesprengt wurden. Im August wurden dann die riesigen Rotorblätter für die beiden neuen Windräder auf den knapp 737 Meter hohen Berg transportiert. Für dieses Jahr erst einmal genug Tumult auf dem Freiburger Roßkopf. Nächstes Jahr soll es weitergehen, denn noch ist der Wechsel nicht ganz vollzogen.
Neue Windräder in Freiburg könnten sich bald drehen
Wer aktuell auf den Roßkopf schaut, der erkennt relativ schnell, welches die alten und welches die neuen Windräder sind. Die Neuen sind mit 229 Meter etwa 100 Meter höher als die Alten. Sie sollen insgesamt doppelt so viel Strom erzeugen wie ihre vier Vorgänger und mehr als 6.000 Haushalte in Freiburg versorgen, heißt es vom Betreiber, der Ökostromgruppe Freiburg.
Wer auf den Roßkopf schaut, der erkennt aber auch: Es dreht sich noch nichts. Die älteren Windräder sind bereits vom Netz genommen und die neuen noch nicht angeschlossen. Eigentlich hatte die Ökostromgruppe Freiburg gehofft, die beiden neuen Windenergieanlagen auf dem Roßkopf im Dezember in Betrieb nehmen zu können. Jetzt wird es Anfang nächsten Jahres. Das liege aber nicht an unvorhergesehenen Verzögerungen, sondern am normalen Verlauf eines Projekts dieser Größenordnung, heißt es von der Ökostromgruppe.
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Zwei Windräder auf Roßkopf werden noch zurückgebaut
Und dann wären da ja noch die beiden alten Windräder, die nicht mehr gebraucht werden. Laut dem Betreiber sollen sie im ersten Quartal nächsten Jahres zurückgebaut werden. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Unklar ist auch noch, ob die rund 80 Meter hohen Betontürme gesprengt werden, so wie bei den anderen beiden Altanlagen. Sie könnten aber zum Beispiel auch zersägt werden.