Nicht nur in den Haushalten der Städte wird gespart, sondern jetzt auch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das bedeutet, die katholischen Gemeinden erhalten knapp neun Prozent weniger Zuweisungen aus den Kirchensteuern. Das sind insgesamt 16 Millionen Euro, die den Gemeinden in diesem Jahr fehlen. Das hatte der Diözesanrat Ende des vergangenen Jahres beschlossen.
Viele Kirchenaustritte, wenige Taufen: Die Diözese muss sparen
Die wirtschaftliche Situation der Diözese ist schwierig: Weniger Menschen lassen sich taufen, immer mehr treten aus und die Generation der Baby-Boomer gehen in Rente. Weniger Menschen zahlen Kirchensteuern, dadurch können die steigenden Ausgaben nicht mehr gedeckt werden. Deshalb müsse man in den kommenden Jahren in den Kirchengemeinden und der Verwaltung weiter sparen, so die Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Sparen mit dem Projekt "Kirche der Zukunft" der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Bereits in den vergangenen zwei Jahren mussten die Diözese an Rücklagen heran. Die Diözese geht auch dieses Jahr an ihre Reserven. Man hofft, dass mit dem Projekt "Kirche der Zukunft" dauerhaft gespart werden kann. Dazu gehört die Reduzierung der kirchlichen Gebäude und die Fusion von kleineren Kirchengemeinden. Bisher haben diese Langzeit-Projekte allerdings noch nicht gegriffen und zeigen noch keine Wirkung im Geldbeutel der Diözese.