Idyllisch gelegen, hoch über dem Großen Lautertal bei Hayingen (Kreis Reutlingen) liegt das Wanderheim des Schwäbischen Albvereins. Ein Ort der von Schulklassen, Wanderern und Ausflügern aus Nah und Fern gerne besucht wird. Die Stimmung dort ist freundlich, familiär und sehr entspannt. Das liegt auch an den Ehrenamtlichen des Betreuungsvereins, die das Wanderheim und die Burgschänke betreiben.
Vier Generationen im Ehrenamt auf Burg Derneck
Die Familie der 93-jährigen Cathi Renz, die in Pfullingen und Reutlingen-Betzingen zuhause ist, hilft dort seit fast 60 Jahren. Uroma Cathi, Oma Susanne, Tochter Carla, die Enkelin Sofia und der angeheiratete Dominic haben dort jetzt eine Woche lang den Kiosk gemanagt, Kuchen gebacken und die Übernachtungsgäste betreut. Sie übernachten in einer Wohnung auf der Burg.
Oma Susanne war mit sechs Jahren zum ersten Mal auf der Burg, seitdem kommt sie jedes Jahr wieder zum Helfen. Die Kinder waren immer dabei - mittlerweile auch die 15-jährige Enkelin Sofia. Sie alle schätzen die Ruhe vor und nach der Arbeit, die tolle Landschaft und das Miteinander der Menschen auf der Burg. Ein Ehrenamt, das Generationen verbindet.
Es ist ein manchmal auch anstrengend - aber am Abend weiß man. dass man was Sinnvolles geschafft hat.
Paul Jörg aus Münsingen-Bichishausen (Kreis Reutlingen) ist seit einigen Jahren der Vorsitzende des Betreuungsvereins Wanderheim Burg Derneck. Er hat den Job übernommen, weil es ihm wichtig war, dass dieses besondere Engagement erhalten bleibt. Es gibt viele Leute, die sich engagieren, aber es braucht halt auch jemand, bei dem die Fäden zusammenlaufen, sagt der 73-Jährige. Wenn was ist, bin ich da und halte auch den direkten Kontakt zum Schwäbischen Albverein in Stuttgart.
Der Betreuungsverein kümmert sich auch um die Buchungen fürs Wanderheim und die Logistik rund um die Burgschänke. Der Verein legt auch Hand an beim Instandhalten der Ruine, der Gebäude und der Haustechnik. Er hat rund 130 Mitglieder.