Die bisherige Ministerialdirektorin im Landwirtschaftsministerium, Isabel Kling (CDU), soll neue Regierungspräsidentin in Tübingen werden. Das haben Regierungskreise dem SWR bestätigt. Zuerst hatte die "Südwestpresse" berichtet.
Isabel Kling ist 50 Jahre alt. Sie wuchs in Altshausen (Kreis Ravensburg) auf, machte 1996 das Abitur am Gymnasium Bad Saulgau. Kling ist seit April 2024 Ministerialdirektorin im Landwirtschaftsministerium. Vorher hatte die gelernte Betriebswirtin und Journalistin die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses betreut.
Regierungspräsidium war längere Zeit ohne Führung
Der Führungsposten in Tübingen war seit Ende Juli vakant, nachdem der bisherige Regierungspräsident Klaus Tappeser (CDU) in den Ruhestand gegangen war. Dann wurde er vertreten von Utz Remlinger. Der sorgte im August für Aufsehen.
Utz Remlinger soll auf einem Betriebsausflug einer 16-jährige Auszubildenden mehrmals den Arm um die Schulter gelegt haben. Das Innenministerium Baden-Württemberg eröffnete ein Disziplinarverfahren gegen den CDU-Politiker.
Remlinger erst im Urlaub, dann krank geschrieben
Mitte August hat sich Remlinger in den Urlaub verabschiedet. Ende des Monats habe sich Remlinger dann krank gemeldet, so das Regierungspräsidium gegenüber dem SWR. Vor wenigen Tagen hieß es auf Anfrage, Remlinger werde bis Ende September nicht zur Arbeit kommen.
Des Weiteren hat Remlinger keinen Führerschein mehr. Bereits im Februar war er mit mehr als 1,1 Promille mit dem Auto unterwegs. Deshalb erhielt er eine Geldbuße von 4.000 Euro.
Aufgaben: Straßenbau, Umwelt, Schule
Jetzt kommt Isabel Kling als neue Regierungspräsidentin. Sie wird damit Chefin einer Behörde mit rund 1.700 Beschäftigten. Viele davon betreuen den Straßenbau im Regierungsbezirk Tübingen. Das RP ist aber unter anderem auch für das Schulwesen und den Umweltschutz zuständig.