James Rizzi gilt als einer der populärsten Vertreter der Pop-Art. "Home Away From Home" heißt die Ausstellung, die seit Sonntag in Tübingen zu sehen ist. Denn New York war Rizzis eigentliche Heimat. Deutschland sei aber eine zweite Heimat für ihn gewesen, so Museumsdirektor Bernhard Feil.
Der Direktor des Neuen Kunstmuseums Tübingen, Bernhard Feil, ist auch Kunsthändler. Er erzählt, dass er eng mit Rizzi befreundet war und ihn zu dessen Lebzeiten regelmäßig in seinem Atelier besucht hat. Kennengelernt habe er Rizzi auf einer SWR-Veranstaltung in Stuttgart 2003.
Leben und Arbeiten in einem Loft in SoHo
Der 1950 in Brooklyn geborene Künstler ist im Dezember 2011 im Manhattaner Stadtteil SoHo gestorben. Dort bewohnte er ein Loft, das er zugleich als Atelier nutzte. Rizzis Arbeitsraum war sein Lebensraum, betont die Ausstellung, und seine Arbeit war lebensfrohe Kunst.
Ausstellung zum 75. Geburtstag des Pop-Art-Künstlers
Das Atelier ist für die Ausstellung nachgebaut worden. Seine Möbel aus Manhattan, seine Kunstwerke und persönliche Gegenständen sollen die Atmosphäre des Ortes spürbar machen, an dem er 30 Jahre lang gelebt und gearbeitet hat. Der Atelier-Nachbau soll als Dauerausstellung im Neuen Kunstmuseum Tübingen bleiben. Zeitgleich eröffnet am Sonntag eine Ausstellung mit rund 250 Werken von James Rizzi. Sie ist zugleich auch eine besondere Ehrung des Künstlers, für den das Leben ein Abenteuer war und jeder Tag ein Geschenk: Am 5. Oktober wäre er 75 Jahre alt geworden.
Wir haben alle Masterpieces da, die irgendwo wichtig sind.
Dazu gehören die großen "Wimmelbilder", für die Rizzi bekannt wurde. Aber auch Gemälde aus seinem Frühwerk sind dabei, dreidimensionale Werke und Plastiken. Außerdem wird Rizzis Druckerpresse ausgestellt, mit originalen Radierplatten.
Bis zum 1. Februar 2026 ist die Ausstellung "James Rizzi - Home away from Home" mit ihren comichaften Stadtlandschaften, lachenden Häusern, lustigen Vögelchen und fröhlichen Gesichtern in Tübingen zu sehen.