Im Museum der Universität Tübingen (MUT) gibt es eine neue Ausstellung. Sie widmet sich der hauptsächlich in Neuseeland verbreiteten Māori-Kultur mit dem Titel "Te Pou o Hinematioro - Celebrating Māori Heritage, Culture and Connection". Bevor die Ausstellung eröffnet wurde, hat eine Māori-Gemeinschaft am Donnerstagvormittag die Ausstellungsstücke geweiht. Dabei haben sie gesungen und den berühmten Haka getanzt.
"Pou" steht im Mittelpunkt der Ausstellung in Tübingen
Wer den Ausstellungsraum des Museums betritt, sieht ein kleines Haus vor sich. Ein "abstrahiertes Versammlungshaus", schreibt das Museum. Darin befinden sich die historischen Ausstellungsstücke. Doch wer das Häuschen betreten will, muss erst die Schuhe ausziehen. So will es der Brauch.
Zu den Exponaten im Inneren des Häuschens gehört ein sogenanntes Pou - ein Schnitzwerk aus dem Jahr 1769. Es gehörte Königin Hinematioro - und versinnbildlicht sie. Das Pou symbolisiert die Präsenz der Hinematioro im Hier und Heute. Der britische Weltumsegler James Cook brachte es nach Europa. In den 1990er-Jahren entdeckte es ein Forscher aus Tübingen in der dortigen Sammlung. Seitdem entwickelte sich das Pou zu einem "Symbol der Verbindung zwischen der Region Ūawa und Tübingen, Vergangenheit und Gegenwart", so die Uni.
Zeremonie der Māori zur Eröffnung im MUT
Das Pou hat einen hohen Stellenwert für die Māori. Deswegen sind Mitglieder der Māori-Gemeinschaft Te Aitanga-a-Hauiti extra aus Neuseeland nach Tübingen gereist. Der Vorsitzende der Māori-Gemeinschaft, Victor Walker, hat von der Reise als "Pilgerreise" gesprochen. Nach den Zeremonien am Eröffnungstag sind für die die kommenden Wochen und Monate Führungen und Vorträge geplant. Die Ausstellung geht noch bis 29. März 2026.