Klinik spricht von "heftiger Kritik"

Notaufnahme in Albstadt schränkt Betrieb ein - Chefarzt gekündigt

Die Notaufnahme in Albstadt nimmt künftig nur noch bestimmte Notfälle wie Schlaganfall oder Herzinfarkt an. Der zuständige Chefarzt wurde entlassen.

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Von Autor/in Nathalie Waldenspuhl

Das Zollernalb Klinikum strukturiert seine Notaufnahmen neu. Ab dem ersten April werde es in Albstadt (Zollernalbkreis) nur noch eine internistische Notfallversorgung geben, schreibt das Klinikum in einer Mitteilung. Am Standort Albstadt versorgt die Klinik dann Schlaganfälle, Herzinfarkte und Notfälle, die die Lunge betreffen.

Allgemeine Notfallversorgung in Balingen

Für alle weiteren Notfälle müssen die Patientinnen und Patienten nach Balingen fahren. Dort konzentriert sich ab April die allgemeine klinische Notfallversorgung. Außerdem muss der bisher zuständige Chefarzt die Klinik verlassen. Mit diesen Entscheidungen reagiert die Klinik auf "heftige Kritik" an der Albstädter Notaufnahme, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Über die Veränderungen haben zuerst die "Schwäbische Zeitung" und die "Südwestpresse" berichtet.

Chefarzt entlassen

Schon seit Wochen und Monaten werde die Notaufnahme in Albstadt kritisiert, berichtet die Zollernalb Klinik, "sowohl von Patienten und deren Angehörigen als auch bei den niedergelassenen Ärzten". Darum habe der Aufsichtsrat in einer Sondersitzung beschlossen, den Betrieb in Albstadt zu reduzieren. Im gleichen Zuge habe sich der Aufsichtsrat darauf verständigt, den Chefarzt der Albstädter Notaufnahme zu entlassen.

Die Stelle wurde Anfang 2025 neu geschaffen. Jetzt, nach einem Jahr, streicht die Klinik sie wieder.

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Nathalie Waldenspuhl
Nathalie Waldenspuhl ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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