Die Bürgermeisterin Anja Sauer (parteilos) aus Römerstein (Kreis Reutlingen) ist mit ihrem Einspruch gegen die Oberbürgermeister-Wahl in Eislingen an der Fils (Kreis Göppingen) gescheitert. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat Sauers Anfechtung abgewiesen. In der Stichwahl am 22. März hatte die 50-Jährige knapp verloren. Sauer hielt den Verlauf des Wahlkampfes für nicht rechtens. Das Regierungspräsidium sollte prüfen, ob die Wahl nach rechtsstaatlichen Prinzipien verlaufen ist.
Bürgermeisterin will sich jetzt auf Römerstein fokussieren
Sauer kritisierte unter anderem, dass die Berichterstattung einer Zeitung über sie nicht neutral gewesen sei und ihr Gegner sein Amt bei der Stadt Eislingen ausgenutzt habe. Das Regierungspräsidium konnte die Vorwürfe von Sauer laut eigenen Angaben aber nicht bestätigen. Ihr Einspruch sei in weiten Teilen unzulässig und unbegründet. Somit sei das Wahlergebnis unter Vorbehalt gültig. Anja Sauer hätte nun die Möglichkeit, gegen die Entscheidung des Regierungspräsidiums Einspruch einzulegen.
Dies wird die 50-Jährige aber nicht tun, kündigte sie gegenüber dem "Reutlinger Generalanzeiger" an: Sie wünsche dem designierten Eislinger Oberbürgermeister Oliver Marzian alles Gute und wolle sich jetzt wieder voll und ganz auf ihre Aufgaben als Bürgermeisterin in Römerstein konzentrieren.