Carin Fetzer aus Pfullingen hat ihr Ziel erreicht: Sie hat in den vergangenen zwei Jahren 10.000 Glückswürmchen gehäkelt. Jeden Abend sind dabei etwa 20 Würmchen entstanden. Viele hat sie "ausgewildert", also überall in Pfullingen an Sträucher gehängt oder auf dem Markt verteilt.
An Pflegeheime, Kindergärten und Krankenhaus-Stationen hat sie größere Stückzahlen verschenkt. "Ich freue mich tagtäglich, wenn ich Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann", sagt sie. Es gebe so Vieles, über das sich Menschen sorgen. Deshalb sei es umso schöner für sie, wenn sich jemand über ein einfaches gehäkeltes Würmchen so freuen könne.
Glückswürmchen auf Bestellung: Von Pfullingen in alle Welt
Mit der Zeit wurde ihr Engagement immer bekannter und es gingen Bestellungen für Glückswürmchen bei der 79-Jährigen ein. Gegen eine Spende hat sie die Würmchen dann an Firmen, an Kindergeburtstage und Urlauber verschickt. Die haben die Glückswürmchen in alle Welt verteilt. Nach Frankreich, Portugal, Schweiz, Italien, USA, Kanada, Thailand, Dubai und auf die Philippinen haben es die Glückswürmchen von Carin Fetzer inzwischen unter anderem geschafft.
Spenden für Glückswürmchen unterstützen Pavillon-Sanierung
Mit den Glückswürmchen hat die Pfullingerin insgesamt rund 2.500 Euro Spenden gesammelt. Die hat sie in ein weiteres Herzensprojekt gesteckt: In die Sanierung des Jugendstilpavillons im Pfullinger Laiblinspark. Immer wenn sie daran vorbeigekommen ist, habe es ihr einen Stich versetzt, dass der Pavillon immer mehr verfallen war. Die Stadt hat mit der Unterstützung von vielen Spenden im vergangenen Jahr das denkmalgeschützte Gebäude saniert. Beigetragen haben zu einem gewissen Teil auch die Glückswürmchen von Carin Fetzer.
Nach dem erreichten Ziel von 10.000 Würmchen wollte sie eigentlich einen radikalen Schnitt machen und die Produktion ganz einstellen. Ihre Freundinnen haben sie aber belächelt und gesagt: "Du kannst doch gar nicht aufhören, du häkelst doch im Schlaf!" Und tatsächlich: Die 79-Jährige hat schon wieder Wolle gekauft. Es geht also weiter - wenn auch in kleinerer Menge.