Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat sich zu seinem Suizidversuch im vergangenen Jahr und zu seiner Altersdepression und dem Selbstmordversuch geäußert. In der "WirtschaftsWoche" sagte der 83-Jährige aus Burladingen (Zollernalbkreis), es sei eine Kurzschlussreaktion gewesen.
Im Ruhestand kam Depression und große Leere
Der Rückzug aus seinem Unternehmen, nach 55 Jahren, sei für ihn schwer gewesen. Grupp spricht von einer Leere, vom Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. "Das hat mich nachts beschäftigt, ich konnte nicht schlafen", so Grupp in der "WirtschaftsWoche". Im Rückblick bereue er den Suizidversuch. Mittlerweile seien die Depressionen weg, so der 83-jährige Ex-Trigema-Chef aus Burladingen weiter. Er nehme Medikamente.
Ich muss dazu stehen, dass ich meinem Leben ein Ende setzen wollte.
Ehemaliger Trigema-Chef wieder regelmäßig im Büro
Den Suizidversuch im Juli 2025 bereut Grupp nach eigenen Angaben im Nachhinein sehr. Er würde das "sicherlich nicht wiederholen", so Grupp.
Krisenberatung in Reutlingen und Tübingen Was kann bei Altersdepression helfen? Ein Betroffener will Mut machen
Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat nun ausführlich über seine Altersdepression und seinen Suizidversuch gesprochen. Wer an Depressionen leidet, kann sich helfen lassen.
Mittlerweile geht er wieder regelmäßig in die Firma. Außerdem arbeitet er an einer Biografie. 1969 hatte Grupp Trigema übernommen. Sein Großvater hatte das Unternehmen, das Wäsche, Freizeit- und Sportbekleidung herstellt, aufgebaut. Anfang 2024 gab Grupp die Geschäftsführung an seine beiden Kinder Bonita und Wolfgang junior ab.
Grupp: "Verantwortung kann auch eine Last sein"
Grupp und seine Frau Elisabeth sind seit einiger Zeit Großeltern. Seine Tochter Bonita wohnt mit dem Enkelkind nebenan. So könne er jeden Tag sein Enkelkind sehen, schwärmt er. Der 83-jährige Grupp fühlt sich nach eigenen Worten sehr wohl. "Ich werde von meiner Umgebung immer noch geschätzt und freue mich, dass ich jeden Morgen einigermaßen gesund aufstehen kann."