Unis in Tübingen, Freiburg und Konstanz

Weg von Trump: So machen Unis in BW freie Forschung für US-Wissenschaftler möglich

Drei Universitäten im Land nehmen ab Herbst insgesamt 14 US-amerikanische Forscherinnen und Forscher auf. Sie fühlen sich in den USA bedroht oder werden an ihrer Arbeit behindert.

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Von Autor/in Silas Schwab

Manche Forschende in den Vereinigten Staaten von Amerika haben es schwer, seit Donald Trump wieder Präsident ist. Drei Unis in Baden-Württemberg ermöglichen nun 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Universitäten in den USA, ihre Arbeit hierzulande fortzusetzen. Die Universität Tübingen nimmt ab Herbst fünf US-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler auf. Weitere fünf kommen nach Konstanz, vier nach Freiburg. In Baden-Württemberg sollen sie wieder frei ihrer Forschung nachgehen können.

275 Bewerbungen von Wissenschaftlern aus den USA

Persönliche Bedrohungen oder fehlendes Geld für die Forschung - es gibt viele Gründe, warum sich insgesamt 275 Wissenschaftler aus den USA beworben haben, ihre Forschung in Baden-Württemberg fortzusetzen. Vorerst für zwei Jahre. Entscheidend war der Wert ihrer Forschung und ihrer Bedrohungslage, erklärte Ralf von den Hoff, Leiter des internationalen Forschungskollegs der Uni Freiburg, dem SWR.

3,6 Millionen Euro für die Forschung in BW

Die Wissenschaft in den USA stehe in vielen Teilen unter großem politischem Druck. Besonders betroffen seien die Fachbereiche Genderstudien, Klima- und Migrationsforschung. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium stellt für die Aufnahme 3,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die ersten amerikanischen Wissenschaftler sollen im September ihre Arbeit in Baden-Württemberg aufnehmen.

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