Probebühne und Fundus sollen in Nachbarhalle unterkommen

Festnahme wegen Brandstiftung im Außenlager des Theaters Ulm

Nach dem Brand des Außenlagers des Ulmer Theaters im Juni dieses Jahres hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Dem 41-jährigen obdachlosen Mann wird Brandstiftung vorgeworfen.

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Im Juni dieses Jahres brannte das Außenlager des Theaters Ulm. Schnell ging die Polizei von Brandstiftung aus. Nun ist ein 41-Jähriger in Untersuchungshaft. Dem obdachlosen Mann wird vorgeworfen, das Feuer absichtlich gelegt zu haben.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, haben die Ermittlungen schon kurz nach dem Brand auf die Spur des Mannes geführt. Die Polizei hatte den 41-Jährigen demnach schon kurz nach dem Feuer kontrolliert und in Verdacht. Dieser Verdacht habe sich erhärtet, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Haftbefehl sei Ende September ausgestellt worden. Wenige Tage später habe man den Verdächtigen verhaftet.

Beschädigtes Außenlager des Theater kann inzwischen wieder betreten werden

Das Theater Ulm lagerte einen großen Teil seines Fundus, wie Kostüme und Bühnenbilder, in der nahe gelegenen Außenstelle. Der Fundus wurde größtenteils zerstört. Inzwischen habe man das Gebäude nach Untersuchung der Statik wieder betreten können, so ein Sprecher des Theaters. Dort liege immer noch ein Teil des Fundus.

Schaden an Außenlager und Theaterfundus in Millionenhöhe

Der genaue Sachschaden ist laut Polizei noch nicht bekannt. Er gehe aber in die Millionen. Neben dem Sachschaden sei durch die Zerstörung historischer Kulturgüter auch ein großer immaterieller Schaden entstanden.

Links das durch den Brand zerstörte Außenlager des Theater Ulm. Bei dem Brand wurden große Teile des Kostüm-Fundus, Bühnenbilder und Requisiten zerstört. Probebühnen und Fundus sollen vorübergehend in die benachbarte Sheddachhalle rechts davon ziehen.
Links das durch den Brand zerstörte Außenlager des Theater Ulm. Bei dem Brand wurden große Teile des Kostüm-Fundus, Bühnenbilder und Requisiten zerstört. Probebühnen und Fundus sollen vorübergehend in die benachbarte Sheddachhalle rechts davon ziehen.

Probebühnen und Fundus sollen im Nachbargebäude unterkommen

Der Bauausschuss des Ulmer Gemeinderates hat unterdessen dem Vorschlag zugestimmt, Fundus und Probebühnen übergangsweise in der direkt angrenzenden Halle unterzubringen. Die Halle müsse für 1,1 Millionen Euro ertüchtigt werden und werde dann zu zwei Dritteln gebraucht. Die übrige Fläche stünde weiterhin der Bahn als Lagerfläche zur Verfügung, hieß es in der Ausschussvorlage.

Die stark beschädigte alte Paketposthalle müsse noch weiter untersucht werden. Es bestehe unter anderem der Verdacht, dass es Asbest in der Fassade gebe. Außerdem seien Teile des Dachs undicht. Es sei ausgeschlossen, dass das Gebäude zeitnah wieder genutzt werden könne.

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SWR

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