Der Riesenstau schien vorprogrammiert: Die zentrale Durchfahrt durch die Stadt Ulm - die B10 von Stuttgart kommend - ist gesperrt worden. Verschärfend hätten sich auch das Weihnachtsgeschäft und der Weihnachtsmarkt auswirken können. Aber der Alarm durch die B10-Sperrung hält sich in Grenzen.
Pünktlich um 21 Uhr waren die Bautrupps unterwegs, um gelbe Fahrbahnmarkierungen anzubringen und Warnbaken und Absperrschranken aufzustellen. Seitdem ist Ruhe auf der B10 Richtung Süden. Die Befürchtungen waren groß, dass es umso unruhiger auf den Ausweichstrecken werden würde.
B10-Sperrung in Ulm - nur vorübergehende Staus
Samstagmittag jedenfalls war nur eine der Ausweichstrecken phasenweise verstopft: die Verbindung vom Lehrer Tal über die Neutorstraße Richtung Theater und Innenstadt. Aber selbst dort lockerte sich die Situation bald - verdichtete sich aber auch wieder.
Ansonsten ist die Staubilanz entspannt: Die ausgeschilderten Umleitungen wurden genutzt, aber von Chaos keine Spur. Zugegeben: Der Straßenverkehr ist eine dynamische Angelegenheit. Und die Fotos sind selbstverständlich Momentaufnahmen. Aber die Gesamtlage war unproblematisch.
Trotz B10-Sperrung: Die Parkhäuser in Ulm sind voll
Dabei war die Innenstadt von Ulm keineswegs leer: Der Weihnachtsmarkt zog die Menschen an, auch waren viele Weihnachtseinkäufer mit Tüten unterwegs. Die Parkhäuser der Innenstadt waren proppevoll. Irgendwie müssen die Autofahrer ja nach Ulm gekommen sein.
Möglicherweise haben sich doch viele Menschen auf Staus eingestellt. Und haben Umleitungen und Ausweichmanöver in ihre Einkaufspläne einbezogen. Vielleicht ist die Situation an diesem Adventswochenende ein kleines Zeichen der Hoffnung für die kommenden vier Jahre: Die apokalyptischen Vorhersagen zum Riesenstau sind zum Glück erstmal nicht eingetreten.