Trotz winterlicher Temperaturen

Kanuclub Heidenheim fischt Müll aus der Brenz

Ob Autoreifen oder Mikrowellen - der Kanuclub Heidenheim hat schon einiges aus der Brenz gefischt. Jedes Jahr treffen sich die Paddlerinnen und Paddler, um ihren Fluss sauber zu halten.

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Von Autor/in Justus Madaus

Seit sechs Jahren fährt der Kanuclub Heidenheim, ausgerüstet mit Greifzangen und Müllbeuteln, die Brenz und ihre Zuflüsse ab. Während die wendigen Kajaks den Müll einsammeln, werden die Kanus mit Beuteln beladen. Dabei kommt einiges zusammen.

Alex Feiler fischt eine Dose aus der Brenz in Heidenheim. Ganz fertig mit Saubermachen wird der Verein aber nie - jedes Jahr landet wieder neuer Müll im Fluss.
Alex Feiler fischt eine Dose aus der Brenz in Heidenheim. Ganz fertig mit Saubermachen wird der Verein aber nie - jedes Jahr landet wieder neuer Müll im Fluss.

Kanuclub Heidenheim - Aktion trotz Schnee

Es sind frostige zwei Grad auf der Brenz, als das Team des Kanuclubs Heidenheim am Freitagnachmittag losfährt. Es ist still, nur die Paddel im Wasser plätschern im Takt. Die Augen von Alex Feiler scannen das Wasser und die Ränder: "Mit dem Schnee ist es etwas schwieriger, den Müll am Ufer zu erkennen." Alex Feiler organisiert die Putzaktion jährlich mit seinem Verein. Rund um das Clubhaus in Schnaitheim ist kaum noch Müll zu finden, längst ist das Sammeln zur Gewohnheit geworden.

Trotz Schnee und Kälte geht es ab auf die Brenz. Auch die kleineren Vereinsmitglieder helfen gerne bei der Putzaktion mit.
Trotz Schnee und Kälte geht es ab auf die Brenz. Auch die kleineren Vereinsmitglieder helfen gerne bei der Putzaktion mit.

"Auch außerhalb der Aktion sammeln wir eigentlich fast immer, wenn wir etwas sehen", so Alex Feiler. Bei der Putzaktion an der Brenz nimmt das Saubermachen dann aber nochmal andere Formen an. Insgesamt 27 Kilometer Flusstrecke reinigt der Verein jedes Jahr. Drei Tage lang ist der Verein dafür unterwegs. Dabei wird einiges aus der Brenz gefischt.

Verein fischt eine Tonne Müll aus der Brenz

"Letztes Jahr war es die geringste Menge, das waren so 460 Kilogramm Müll", erzählt Alex Feiler. Im ersten Jahr sei es sogar über eine Tonne gewesen. Für den Müll stellt die Kreisabfallwirtschaft dem Verein Container zur Verfügung, und hilft den Unrat anschließen zu sortieren. Diese Mengen sammeln etwa 25 Paddlerinnen und Paddler ein.

Dabei helfen auch die Kleinsten mit. Der achtjährige Vincent sammelt schon zum zweiten Mal mit, "weil das für die Umwelt besser ist", sagt er. An einen Fund kann er sich noch gut erinnern: "Das Größte war ein Gartenstuhl." Die Jüngeren im Verein waren auch der Auslöser für die Aktion, so Alex Feiler.

Der achtjährige Vincent (links) und der sechsjährige Anton (rechts) stehen stolz mit ihrer Mülltrophäe am Ufer. Der kleine Haufen zu ihren Füßen ist in etwa zwanzig Minuten zusammengekommen.
Der achtjährige Vincent (links) und der sechsjährige Anton (rechts) stehen stolz mit ihrer Mülltrophäe am Ufer. Der kleine Haufen zu ihren Füßen ist in etwa zwanzig Minuten zusammengekommen.

"Wir Älteren haben uns ein bisschen an den Anblick gewöhnt, die Jugendlichen nicht. Die gehen damit anders um. Und die haben uns mit angesteckt", meint Feiler. Jetzt sei die Brenzreinigung seit sechs Jahren eine Vereinsaktion: "Da sind wir schon mächtig stolz drauf."

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