In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei Ulm eine großangelegte Kontrollaktion gegen die Poser-, illegale Tuning- und Raser-Szene durchgeführt. In den vergangenen Wochen habe es in den sozialen Medien zuvor wiederholt öffentliche Aufrufe zu Szenen-Treffen gegeben.
Rund 300 Fahrzeuge kontrolliert
Nach Angaben der Polizei kontrollierten die Beamtinnen und Beamte rund 300 Fahrzeuge und 500 Personen. Auch ein Hubschrauber sei im Einsatz gewesen. Laut Polizei müssen rund 20 Personen mit einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige rechnen. Etwa 30 kontrollierte Fahrerinnen und Fahrer erwarte ein Zwangsgeld, da sie gegen die Allgemeinverordnung verstoßen und sich unerlaubt im Stadtgebiet angesammelt hatten. In sechs Fällen seien die Fahrzeuge wegen erheblicher Mängel noch vor Ort stillgelegt worden.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Polizei in Ulm Mitglieder der Auto-Poser- und Tuning-Szene auf einem Parkplatz in der Ulmer Friedrichsau kontrolliert. Damals gab es Beanstandungen bei 15 Fahrzeugen.
Mehrere Auffahrunfälle bei Altenstadt
Ein Teil des Treffens verlagerte sich nach Bayern: Rund 1.000 Teilnehmende trafen sich laut Polizei unter anderem auf Parkplätzen in Memmingen und Altenstadt (Kreis Neu-Ulm). Die Polizei löste die Ansammlungen auf.
Bei Kontrollen stellten die Beamten demnach mehrere Fahrzeuge sicher und zahlreiche Bußgeldbescheide aus. Bei der Anfahrt zu einem Treffpunkt in Altenstadt kam es durch Szenemitglieder zu mehreren Auffahrunfällen. Dabei wurden auf der A7 mehrere Fahrzeuge beschädigt und drei Menschen leicht verletzt, wie es hieß. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.