Der Kranhersteller Liebherr erweitert sein Gelände in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) um 50 Hektar auf 150 Hektar. Im Stadtteil Ehingen-Berg hat am Mittwoch mit einem symbolischen Spatenstich der Bau eines der größten Industrieprojekte im Süden Deutschlands begonnen, so das Unternehmen. Auf dem Areal will Liebherr in den kommenden Jahren seine Produktions- und Logistikkapazitäten ausbauen.
Ausbau in Ehingen: Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg
Mobil- und Raupenkrane werden immer größer, die Nachfrage steigt und damit der Platzbedarf. Liebherr ist Wekltmarktführer für Fahrzeugkrane, in die Erweiterung im Stadtteil Berg sollen laut einem Firmensprecher mehrere 100 Millionen Euro investiert werden. Außerdem sind in den vergangenen drei Jahren weitere 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt worden. Mit insgesamt mehr als 5.000 Beschäftigten in Ehingen ist Liebherr der größte Arbeitgeber im Alb-Donau-Kreis.
Dass Liebherr in Ehingen investiert und damit nicht, wie viele andere Unternehmen, die Produktion in andere Länder verlagert, ist laut Unternehmen ein klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg und Deutschland. Gerade mit Hinblick auf die herausfordernde wirtschaftliche Lage. Denn vor allem chinesische Hersteller würden immer mehr auf den Markt drängen.
Der bisherige Standort in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) stößt laut dem Unternehmen an seine Grenzen. Deshalb sollen einzelne Prozessschritte in das Industriegebiet Ehingen-Berg verlagert werden. Auf der Fläche neben einer bereits bestehenden Serviceniederlassung von Liebherr sollen erstmal ein neues Kundenzentrum und ein Versandgebäude entstehen. In Zukunft könnten auf dem Areal je nach Wirtschaftslage auch Produktionshallen dazukommen.