Eine Abkühlung in der Donau wurde einem jungen Mann in Neu-Ulm zum Verhängnis. Der 24-Jährige geriet laut einem Sprecher der Polizei im Wasser offenbar in Panik und ging unter. Trotz Bemühungen der Rettungskräfte starb er wenig später.
Der junge Mann, der vor acht Jahren als Geflüchteter nach Deutschland kam, wollte sich gemeinsam mit einem Begleiter an der Kiesbank bei der Eisenbahnbrücke in der Donau erfrischen. Obwohl er schwimmen konnte, unterschätzte er laut Wasserwacht offenbar die Tiefe des Flusses.
Badeunfall in der Donau: Wiederbelebung ohne Erfolg
Passantinnen und Passanten am Donauufer beobachteten, wie der Mann unter Wasser geriet und nicht wieder auftauchte. Sie setzten sofort einen Notruf ab. Polizei, Feuerwehr und Wasserrettung rückten an, unterstützt vom Begleiter des Mannes, der den Rettungskräften die Unglücksstelle zeigte.
Nach rund 20 Minuten fand ein Wasserretter den Verunglückten und brachte ihn ans Ufer. Trotz Reanimationsversuchen auf dem Weg zur Universitätsklinik in Ulm überlebte der 24-Jährige den Unfall nicht.
Gefahren der Donau werden oft unterschätzt
Die Donau mag ruhig erscheinen, doch sie birgt erhebliche Gefahren, warnt Helmut Graf von der Wasserwacht Neu-Ulm: "Wer unsicher schwimmt, sollte lieber ins Freibad gehen." Strömung und Tiefe würden oft unterschätzt.
Auch Oliver Bernsau von der DLRG Ulm betont, dass nur Geübte in Flüssen und Seen schwimmen sollten: "Wenn es tiefer wird, kann ich nicht mehr zurücklaufen. Das Wasser trägt mich weiter fort." Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Schwimmbojen mit Hüftgurten könnten helfen, tragische Unfälle zu verhindern.