21-Jähriger zeigt sich überwältigt

Der neue Bürgermeister von Asselfingen Jan Jäckel ist noch Student

Ein 21-Jähriger ist der neue Bürgermeister von Asselfingen im Alb-Donau-Kreis. Der Student gewann klar und wird der jüngste hauptamtliche Bürgermeister Deutschlands sein.

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Stand

Von Autor/in Maja Nötzel

Ein Student hat die Bürgermeisterwahl in Asselfingen im Alb-Donau-Kreis gewonnen: Der 21-jährige parteilose Jan Jäckel aus Bad Wurzach hat sich mit 83,6 Prozent der Stimmen gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent. Sein Amtsvorgänger Armin Bollinger (parteilos) war nach 24 Jahren nicht mehr zur Wahl angetreten.

Der neue Bürgermeister ist überwältigt vom Wahlergebnis

Einen Tag nach der Wahl zeigt sich Jan Jäckel immer noch überwältigt, vor allem auch vom Ergebnis. Im SWR-Interview sagte der 21-Jährige: "Das ist natürlich schon wirklich ein Statement, mit mehr als 83 Prozent gewählt zu werden." Dies sei ein klarer Auftrag, "da merkt man schon, da ist der Rückhalt in der Bevölkerung groß und das motiviert natürlich umso mehr."

Am Wahlabend freut sich Jan Jäckel mit seiner Partnerin Doreen Mitter und Amtsinhaber Armin Bollinger (rechts) über das Wahlergebnis. Jan Jäckel wird dann im Frühjahr der jüngste Bürgermeister Deutschlands sein.
Am Wahlabend freut sich Jan Jäckel mit seiner Partnerin Doreen Mitter und Amtsinhaber Armin Bollinger (rechts) über das Wahlergebnis. Jan Jäckel wird dann im Frühjahr der jüngste Bürgermeister Deutschlands sein.

Mit so einem Ergebnis habe er nicht gerechnet, gibt Jäckel zu. Aber doch darauf gehofft, dass es im ersten Wahlgang reicht. Sein Amt wird er im Frühjahr antreten - "entweder im Februar, im März, vielleicht auch im April", wenn er sein Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg beendet hat.

Neuer jüngster hauptamtlicher Bürgermeister Deutschlands

Das Netzwerk der jungen Bürgermeister*innen hat Jäckel am Morgen nach der Wahl gratuliert und ihm geschrieben, er wäre mit Amtsantritt "der neue jüngste hauptamtliche Bürgermeister in Deutschland".

Jan Jäckel wollte schon immer Bürgermeister werden

Während andere junge Menschen lange nicht wissen, was sie beruflich machen wollen, war für Jan Jäckel schon lange klar: "Ich will Bürgermeister werden." Und zwar vom ersten Tag des Studiums an. Daher hat er immer wieder nach Stellen gesucht, die zu dem Berufswunsch passen. Bei der Anzeige im Staatsanzeiger für Asselfingen, "da hat für mich dann alles gepasst", so Jäckel.

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Die Größe Asselfingens hat den Studenten überzeugt

Die Größe, die Lage, die Erreichbarkeit, das hat für ihn für Asselfingen gesprochen. Er selbst ist in einem 600-Einwohner Dorf aufgewachsen. "Für mich passt es einfach, Schultes in so einer Dorfgemeinschaft zu werden, das ist für mich das Tollste. Und da freue ich mich wahnsinnig drauf."

Für mich passt es einfach, Schultes in so einer Dorfgemeinschaft zu werden, das ist für mich das Tollste. Und da freue ich mich wahnsinnig drauf.

Was der gewählte Bürgermeister in Asselfingen erreichen will

Die Gemeinde, sagt Jäckel, ist gut aufgestellt. Sie sei schuldenfrei und habe ein wahnsinnig starkes Ehrenamt mit vielen aktiven Vereinen. Das will der 21-Jährige erhalten und die Gemeinde weiterhin gut führen. "Dann ist natürlich wichtig, die kommunale Infrastruktur stets weiterzuentwickeln", so Jäckel. Also die Schule und den Kindergarten zu erhalten, sowie die Feuerwehr, die Landwirtschaft und das Gewerbe zu stärken

Jan Jäckel stammt aus dem Kreis Ravensburg

Jan Jäckel ist evangelisch und stammt aus Bad Wurzach-Dietmanns im Landkreis Ravensburg. Er studiert seit 2022 Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf Kommunalpolitik und Führung. Nach eigenen Angaben macht er Ausdauersport und spielt Basketball.

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Autor/in
Maja Nötzel
Porträt der Redakteurin Maja Nötzel im blauem Pullover

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