Am Ostermontag sind in Ulm rund 250 Menschen für den Frieden auf die Straße gegangen. Der traditionelle Ostermarsch begann vor der Wilhelmsburgkaserne und führte vorbei am ehemaligen Garnisons-Arresthaus zum Münsterplatz.
Mit dem Blick auf Kriege in der Ukraine, in Gaza und Israel und nun in Iran sei es aktueller denn je, für den Frieden auf die Straße zu gehen, so Mitorganisator Thomas Schorr von der Ulmer Friedenswerkstatt. Es sei wichtig, dass sich die Menschen den Frieden vorstellten, anstatt sich auf den Krieg vorzubereiten.
"Ich denke, dass wir diesen Militarismus, den wir jetzt überall sehen, diese Aufrüstung, dieses viele Geld, das wir jetzt ausgeben, dass es viel besser investiert wäre, wenn wir für den Frieden arbeiten würden", so Schorr.
Immer mehr Teilnehmende stoßen in Ulm dazu
Den Ulmer Protestierenden schlossen sich auch rund 15 Menschen an, die aus Stuttgart nach Ulm gelaufen sind. Sie waren am Samstag gestartet. In Erinnerung an die Menschenkette gegen Aufrüstung 1983 von Stuttgart nach Ulm wollten sie damit ein Zeichen setzen.
Wenn wir Frieden wollen, dann müssen wir auch uns den Frieden vorstellen.
Auch Thomas Schorr war bei der Menschenkette dabei. Wie damals werde auch jetzt wieder viel in Raketen und Bomben gedacht, genauso wie in Rüstungshaushalten, sagt er. Dabei müsse man sich den Frieden vorstellen, wenn man den Frieden wolle. Man müsse wieder ins Gespräch kommen und miteinander reden.
Der Ostermarsch in Ulm endete dieses Jahr mit einer Kundgebung auf dem Münsterplatz. Auch hier kamen noch einmal Aktivisten dazu. Es sind vor allem ältere Teilnehmende, die bereits bei den Friedensmärschen in den 1980er Jahren dabei waren. Damals waren hundertausende Menschen zwischen Ulm und Stuttgart an Ostern auf die Straße gegangen. Im Jahr 2026 steht davon nur ein Bruchteil vor dem Ulmer Münster.
Trotzdem bleibt Thomas Schorr optimistisch: "Wir werden mehr und es sind auch viele Menschen da, auch für einen Ostermontag. Und das gibt mir Hoffnung, dass wir ein bisschen durchdringen mit unseren Gedanken für den Frieden."