Der Oberbürgermeister von Giengen an der Brenz im Kreis Heidenheim, Dieter Henle (parteilos), kann es kaum fassen: Es gebe Menschen in Giengen, die mutwillig Schrauben an Spielplatzgeräten lösten und damit Kinder in Gefahr brächten, schreibt Henle in den sozialen Medien auf seiner Facebook-Seite. "Auch wenn sich das niemand vorstellen kann, ist es bittere Realität!", so Henle weiter.
Die städtischen Spielplatzkontrolleure hätten diese, so wörtlich, Verbrechen seit Juli dieses Jahres an verschiedenen Spielplätzen in Giengen eindeutig festgestellt. Es handele sich definitiv nicht um normale Gebrauchsspuren. "Um die Kinder zu sichern, kontrollieren unsere Fachleute nun noch häufiger und intensiver."
OB Henle nach Sabotage an Spielplätzen: "Wie dreist und abgestumpft muss man sein?"
Der Giengener OB wendet sich in den sozialen Medien auch direkt an "die Täter": Hier gehe es nicht um Sachbeschädigung, sondern um die Gefährdung der Gesundheit, des Lebens von Kindern. "Wie dreist und abgestumpft muss man sein, um so etwas zu tun? Denken Sie nach: Fragen Sie sich, was mit Ihnen los ist und lösen Sie Ihre Probleme auf andere Weise!", schreibt Henle.
Die Bevölkerung, Eltern und Begleitpersonen auf Spielplätzen bittet der Giengener OB in seinem Facebook-Post, die Augen offen zu halten und Beobachtungen direkt an das städtische Tiefbauamt zu melden.
Bürgermeister Alexander Fuchs sagte dem SWR am Mittwoch auf Nachfrage, Schrauben seien mit Werkzeugen aus Klettergerüsten gelöst worden. "Von Hand kann man das nicht einfach abschrauben." Die Kinderspielplätze in Giengen an der Brenz müssten jetzt mehrmals wöchentlich kontrolliert werden. Einen Unfall habe es bislang noch nicht gegeben.