Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und Notärzte waren im Samstagabend wegen eines Feuers und starken Rauchs in einem sechsstöckigen Haus in der Elsa-Brandström-Straße im Neu-Ulmer Wiley im Einsatz. 25 Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen. Mehrere Wohnungen sind nach dem Brand vorerst nicht mehr bewohnbar.
Bewohner rufen Feuerwehr
Der Mieter eines Ein-Zimmer-Appartements kam gerade mit seiner Freundin heim, als er den Brand seiner Wohnung bemerkte. Nachbarn hatten bereits wegen des starken Rauchs den Notruf gewählt. Die Feuerwehren aus Neu-Ulm und Ulm konnten den Brand schnell löschen. Dennoch verbreitete sich beißender Rauch über das Treppenhaus des Gebäudes.
Feuerwehr rettet mehr als 50 Bewohner
Wegen des starken Rauchs holte die Feuerwehr rund 50 Bewohner aus dem Haus. Die meisten von ihnen konnten das Gebäude über ein weiteres Treppenhaus verlassen. Drei Menschen rettete die Feuerwehr durch Fenster und über Leitern. Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes kümmerten sich um die Evakuierten. 25 Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen. Fünf Bewohner kamen laut Polizei ins Krankenhaus, darunter auch der Wohnungsinhaber und dessen Freundin. Die unverletzten Bewohner konnten sich in einem bereitgestellten Bus aufwärmen.
Mehrere Wohnungen vorerst nicht nutzbar
Obwohl das Feuer in der Erdgeschosswohnung schnell gelöscht war, gab es in dem Haus massive Schäden durch Rauch und Ruß. Mit Hochdrucklüftern wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen. Dennoch sind nach Polizeiangaben mehrere Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss vorerst nicht bewohnbar. Der Sachschaden wird auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt.
Notunterkünfte für betroffene Mieter
Für betroffene Mieter, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen konnten, hat die Stadt Neu-Ulm Notunterkünfte bereitgestellt. Wie lange es dauert, bis sie zurück in ihre Wohnungen können, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen, vermutet wird ein technischer Defekt.