Laut einer aktuellen Umfrage des Institut für Demoskopie Allensbach macht sich jeder fünfte Baden-Württemberger Sorgen um seinen Arbeitsplatz. Das liegt über dem bundesdeutschen Durchschnitt und bedeutet auch einen Anstieg gegenüber der Situation vor einem Jahr. Unter den Männer fürchten mit 24 Prozent deutlich mehr der Befragten um ihren Arbeitsplatz als Frauen (14 Prozent). Jüngere Erwerbstätige (25 Prozent) mehr als ältere (16 Prozent).
Allerdings rechnen demnach nur 13 Prozent damit, dass die Arbeitslosigkeit im Land insgesamt stark steigen wird. Etwa die Hälfte geht davon aus, dass sie etwas zulegen wird.
Lage der Industrie wird kritisch gesehen
Die Mehrheit der Bevölkerung in Baden-Württemberg sieht die Lage der Industrie zurzeit kritisch, heißt es in der Umfrage, die vom Institut für Demoskopie Allensbach für die Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) durchgeführt wurde. Insbesondere in der jüngeren Generation befürchteten viele, dass das Wohlstandsniveau sinken werde.
Die industrielle Basis unseres Landes wird nicht mehr als Selbstverständlichkeit wahrgenommen.
BW ist guter Standort für Unternehmen
Trotz der wirtschaftlichen Probleme hält die überwältigende Mehrheit der baden-württembergischen Bevölkerung das Land jedoch nach wie vor für einen guten Standort für Unternehmen. 82 Prozent sind davon überzeugt, während nur 12 Prozent den Standort BW kritisch sehen.
Erwartungen an die Landesregierung
Entscheidend ist aus Sicht der UBW, dass die Landesregierung die Innovationskraft des Standorts sichert. "Ohne technologische Führerschaft verliert ein Hochlohnstandort wie unserer schnell an Gewicht", sagte Bürkle.
So fordern die UBW , der wirtschaftliche Rahmen müsse wieder stimmen. Bemerkenswert sei, was die Menschen eher nicht wollten: neue Subventionsprogramme. Sie forderten stattdessen weniger Bürokratie, bessere Rahmenbedingungen und verlässliche Prozesse.
Für die Umfrage hat das Institut für Demoskopie Allensbach vom 24. bis 31. Oktober 2025 online 1.028 Menschen befragt. Grundlage war die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren in Baden-Württemberg.