- Menschen in Gewölbekeller von Restaurant eingeschlossen
- Zwei Tote bei Autounfall im Unwetter
- Zunächst nur einzelne Gewitter mit Platzregen und Hagel
- Gewitterrisiko sinkt
Nach tagelangen schweißtreibenden Temperaturen wurde für Sonntag das Ende der Hitzewelle in Baden-Württemberg angekündigt. Den Tag über zogen mehrere Gewitter mit Platzregen und Hagel über das Land. Am Sonntagabend hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) dann die bestehenden Unwetterwarnungen auf. In manchen Teilen des Landes hat das Unwetter jedoch Spuren hinterlassen.
Unwetter: Menschen in Gewölbekeller von Restaurant eingeschlossen
Der Neckar-Odenwald-Kreis hat den Starkregen zu spüren bekommen. Nach Angaben der Feuerwehr waren in Mosbach 30 Personen kurzzeitig im Gewölbekeller eines Restaurants eingeschlossen, weil Regenwasser über die Stufen in den Keller strömte. Laut Feuerwehr stand das Wasser beim Eintreffen der Einsatzkräfte etwa 60 Zentimeter hoch.
Einige Gäste, die in dem Keller gegessen haben, konnten über die Treppe fliehen. Andere wurden von der Feuerwehr durch ein Fenster gerettet. Der Bereich rund um das Lokal musste abgepumpt werden, um die Tür des Restaurants öffnen zu können. Laut der Feuerwehr wurde dabei niemand verletzt.
In Binau wurden wegen des Regens Schlamm und Geröll durch die Straßen gespült. Wie eine SWR-Reporterin berichtet, habe das den Verkehr auf der Bundesstraße jedoch nicht behindert.
Zwei Tote bei Autounfall im Unwetter
In Bruchsal (Kreis Karlsruhe) sind bei einem Unfall auf regennasser Straße zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben kam ein Auto wegen Aquaplanings während eines Unwetters in den Gegenverkehr und stieß dort mit einem Fahrzeug zusammen. Der 65 Jahre alte Unfallfahrer war auf der B35 in Richtung des Stadtteils Heidelsheim unterwegs, als er die Kontrolle über sein Auto verlor, wie die Polizei mitteilte. Am Steuer des anderen Wagens saß ein 55-jähriger Mann, eine ein Jahr jüngere Frau saß auf dem Beifahrersitz. Beide kamen bei dem Zusammenstoß ums Leben. Der 65-Jährige wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Bundesstraße wurde für mehrere Stunden gesperrt.
Im Kreis Calw hat der Starkregen nach Angaben des Kreisbrandmeisters Tido Lüdtke für mehrere überflutete Keller gesorgt. Am frühen Sonntagabend habe es jedoch aufgehört zu regnen, berichtete Lüdtke dem SWR. Unter anderem seien in Bad Wildbad vier Keller mit Wasser vollgelaufen. Laut Lüdkte ist dort wegen des Unwetters auch der Asphalt einer Straße aufgebrochen.
Zunächst nur einzelne Gewitter mit Platzregen und Hagel
Bis zum frühen Sonntagnachmittag waren die angekündigten Gewitterwolken zunächst ohne größere Schäden über Baden-Württemberg hinweggezogen. Ein Sprecher der Polizei Freiburg sagte: "Es gab nichts. Das ist an uns vorbeigegangen." Auch im württembergischen Teil des Landes kam es trotz zweier Unwetterwarnungen für die Regierungsbezirke Tübingen und Stuttgart zu keinen größeren Polizeieinsätzen wegen des Wetters. Nach Auskunft eines DWD-Meteorologen gab es einzelne Gewitter mit Platzregen und Hagel - etwa in Stuttgart und Karlsruhe.
Auch die Region Heilbronn-Franken ist ohne größere Schäden durch das Unwetter gekommen. Es gab weniger Vorfälle als erwartet, teilte die Polizei am Montagmorgen mit. Es sei niemand verletzt worden. Bis zum Sonntagabend gab es nur geringe Verkehrsbehinderungen.
Gewitterrisiko sinkt im Verlauf des Montags
Zu Beginn des meteorologischen Sommers am Montag rechnet der Wetterdienst mit Höchstwerten zwischen 21 und 25 Grad, im höheren Bergland um 18 Grad. Anfangs könne es auf der Alb sowie südöstlich davon noch regnen. Auch sonst seien viele Wolken am Himmel, doch es soll trocken bleiben. Am Montagnachmittag steigt demnach die Chance, die Sonne zu sehen. Der Wind weht dann mäßig bis frisch.
Wolken werden auch den Dienstag begleiten. Bis zum Mittag könnten laut DWD weitere einzelne Schauer aufkommen, im Laufe des Nachmittags seien auch Gewitter zum Teil mit Sturmböen, nachfolgend Regen möglich. Zuvor wird mit Höchstwerten zwischen 19 Grad auf der Zollernalb und 26 Grad am Rhein gerechnet.