Über 2.900 Beamte bundesweit im Einsatz

Zollbeamte kontrollieren Paketzentren: Fokus auf Schwarzarbeit und Mindestlohn

Hunderte Zollbeamte durchsuchen am Mittwoch Paketzentren - auch in Baden-Württemberg. Im Fokus der bundesweiten Kontrollen stehen Schwarzarbeit, Mindestlohnverstöße und Subunternehmer.

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In einer groß angelegten Aktion kontrollieren seit Mittwochmorgen Hunderte Zollbeamte deutschlandweit Paketzentren - auch in Baden-Württemberg. Dabei stehe insbesondere Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Kurier-, Express- und Paketbranche im Fokus, wie ein Sprecher des Hauptzollamtes Stuttgart mitteilte.

Großkontrolle zu Schwarzarbeit und Verstoß gegen den Mindestlohn

Die Schwerpunktprüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) gilt vor allem Depots und Verteilzentren, wo viele Fahrer und Zusteller im Einsatz sind. "Uns interessieren Arbeitsverhältnisse, Mindestlohn und Sozialversicherungen", erklärte der Zollsprecher. Auch Subunternehmer sind im Fokus der Beamten, da diese häufig in die Lieferketten der großen Paketdienste eingebunden sind. "Nicht überall, wo DHL draufsteht, ist DHL drin", so der Sprecher weiter.

Regelmäßige Kontrollen in lohnintensiven Branchen

An der Aktion beteiligen sich Beamte aus allen Hauptzollämtern Deutschlands. Insgesamt sind mehr als 2.900 Zollmitarbeiter im Einsatz. Die Kontrollen erfolgen verdachtsunabhängig und sollen bis in den Abend andauern. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls führt regelmäßig Kontrollen in lohnintensiven Branchen durch, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufzudecken. Lohnintensive Branchen sind Unternehmen, in denen die Personalkosten einen hohen Anteil der Gesamtkosten ausmachen.

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Luisa Weinig
Bild von SWR-Redakteurin Luisa Weinig

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