Die Zollbeamtinnen und Zollbeamten in Rheinheim (Kreis Waldshut) staunten bei dieser Kontrolle nicht schlecht. In der Handtasche einer 53-jährigen Frau entdeckten sie mehrere kleine Goldbarren im Wert von rund 18.000 Euro. Angemeldet waren die Barmittel nicht.
Nahezu reines Gold geschmuggelt
Insgesamt wollte die Frau knapp 150 Gramm nahezu reines Gold über die Grenze nach Deutschland bringen. Nach eigenen Angaben wollte sie die Goldbarren bei einem deutschen Goldankäufer loswerden. Der Goldpreis steht derzeit sehr hoch: Eine Feinunze Gold wird aktuell an den internationalen Märkten für umgerechnet über 4.000 Euro gehandelt.
Ein ungewöhnlicher Fund für den Zoll
Solche Funde seien laut einer Sprecherin des Hauptzollamts Singen selten. Zuletzt hatten Zollbeamtinnen und Zollbeamte des Hauptzollamts Singen vor rund drei Jahren Gold entdeckt. Damals im Kofferraum eines Autos, wie eine Sprecherin mitteilt. Üblicherweise gehe es bei Schmuggelkontrollen eher um hohe Bargeldbeträge oder einzelne Münzen.
Goldbarren oder geprägte Münzen zu finden, ist außergewöhnlich.
Barmittel wie Banknoten, Münzen oder Gold müssen bei der Ein- oder Ausreise aus einem Drittstaat in die EU angemeldet werden, wenn ihr Gesamtwert 10.000 Euro übersteigt.
Gold weg, Führerschein weg
Die Zollbeamten stellten außerdem fest, dass gegen die Frau zwei Strafbefehle vorlagen und ein Fahrverbot bestand. Die Frau musste eine Geldstrafe von rund 7.400 Euro zahlen. Das Gold wurde sichergestellt - und der Führerschein war auch weg.