In den Nächten zwischen dem 17. Juli und dem 24. August können auch in diesem Jahr wieder verstärkt Sternschnuppen über den Himmel flitzen. Seinen Höhepunkt erreicht der Sternschnuppenfall im Sommer 2025 wieder in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Es ist die Zeit der Perseiden – kleiner Gesteinskrümel, die vom Kometen 109P/Swift-Tuttle abgeplatzt sind und sich längs seiner Bahn um die Sonne verteilt haben.
Ganz ungestört wird der Blick auf die Sternschnuppen dieses Jahr nicht sein. Zum einen gibt es am 9. August Vollmond: Er sorgt für einen aufgehellten Himmel, so dass vor allem die schwächeren Perseiden wohl nicht zu sehen sind. Zum anderen könnte wechselhaftes Wetter den Blick auf den nächtlichen Himmel stören - hier muss man auf klare Phasen zwischendurch hoffen.
Die Perseiden sind der bekannteste Sternschnuppenschwarm. Denn sie veranstalten ihre Show am Himmel in den angenehm warmen Hochsommernächten im Juli und August. Im Winter dagegen locken die Schwärme der Leoniden, Geminiden und Quadrantiden oft nur hartgesottene Astrofans ins Freie.
Wie kann man die Perseiden am besten beobachten?
Tipp 1: Einen wirklich dunklen Platz abseits des Siedlungslichts suchen! Beispielsweise auf den Höhen von Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald, Pfälzerwald oder Hunsrück. Dort sind die Nächte dunkler als im Rheintal, in dem nachts das Siedlungslicht den Himmel aufhellt. Dann großflächig den Himmel nach Leuchtspuren abscannen - am besten mit Blick in Richtung Nordost. Kein Fernglas benutzen! Um die schnell verglühenden Schnuppen erhaschen zu können, braucht man keine Vergrößerung, sondern einen aufmerksamen Rundumblick mit bloßem Auge.
Tipp 2: Zeit nehmen! Und nicht zwischendurch auf den hellen Handybildschirm schauen! Die Augen brauchen gut eine halbe Stunde, um sich komplett an die Dunkelheit zu gewöhnen. Jeder Blick in helles Licht verhindert, dass unsere Augen komplett auf diesen tollen, in ihnen eingebauten Nachtmodus umschalten.
Tipp 3: Am frühen Morgen Ausschau halten! Die Perseiden sind abgeplatzte kleine Staubkrümel, die ursprünglich zu einem Kometen gehörten. Sie bilden eine sehr langgestreckte Kometenstaubwolke, durch die die Erde jedes Jahr im Sommer durchfliegt. Das ist so, als ob unser Planet einen Sandstrahler durchquert. Während dieses Flugs durch den Strahl aus Kometenkrümeln dreht sich die Erde natürlich weiter um sich selbst. In den frühen Morgenstunden hat sie sich so weit gedreht, dass wir direkt in den anfliegenden Kometenstaub hineinschauen. Deshalb sind vor der Morgendämmerung die meisten Sternschnuppen zu entdecken.
Zuviel erwarten sollte man jedoch nicht: Die häufig angekündigten 100 Sternschnuppen pro Stunde sind nur unter absolut optimalen Bedingungen zu sehen. In der Realität sollte an einem guten Standort abseits des Siedlungslichtes alle paar Minuten eine Perseide zu erkennen sein.
Perseiden - die Sternschnuppen sieht man jeden August
Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt, weil sie aus dem Zentrum dieses Sternbilds heraus in alle Richtungen über den Himmel zu ziehen scheinen. Tatsächlich stammen die Sternschnuppen aber nicht von den Sternen des Perseus, sondern vom Kometen 109P/Swift-Tuttle.
Von ihm abgeplatzte kleine Teilchen haben sich längs der Kometenbahn als Staubwolke im All verteilt. Diese Staubwolke durchquert die Erde einmal im Jahr. Je dichter der Staub an der Stelle, an der die Erde durch die Wolke fliegt, umso stärker der maximale Sternschnuppenfall. Ein starkes Perseiden-Jahr wird erst wieder für 2028 erwartet.
Perseiden erreichen Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Sekunde
Damit ein Teilchen zur Sternschnuppe werden kann, muss es übrigens gar nicht groß sein. Daumennagelgroß reicht bei Weitem aus. Das helle Aufleuchten hat nämlich vor allem mit der hohen Geschwindigkeit der Krümel aus dem All zu tun: Die Perseiden rasen mit bis zu 50 Kilometer pro Sekunde hinein in die Erdatmosphäre.
Dabei pressen und erhitzen sie die Luft so sehr, dass sie zu leuchten beginnt. Die Kometenstaubkrümel selbst werden bei dem Prozess ebenfalls heiß und verdampfen. Das Leuchten, das am Erdboden zu sehen ist, stammt also nicht von den Krümeln, sondern von der leuchtenden Luft.
Perseiden-Brocken können auf die Erde fallen
Je größer die Perseiden-Brocken, umso tiefer können sie in die Atmosphäre eintauchen. Sehr helle, tieffliegende Teile werden als Feuerkugeln bezeichnet. Mit Kameras gespickte Beobachtungsnetzwerke registrieren auch jene sehr seltenen Stücke, die den Erdboden erreichen. Kann deren Flugbahn rekonstruiert werden, machen sich Suchtrupps auf den Weg, um das Material aus dem All zu bergen.
Eine Handvoll Sternschnuppenreste auf mehreren Quadratkilometern Suchgebiet zu finden gelingt aber nicht immer. Frisch gefallene Perseiden müssten zudem innerhalb weniger Wochen gefunden werden, weil andernfalls das fallende Herbstlaub die frischen Meteorite unter sich versteckt.