Nach ihren Angaben haben sich die Atemwegserkrankungen in Rheinland-Pfalz seit 2021 fast verdreifacht. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren sie der Grund für nahezu jede dritte Krankmeldung (29 Prozent), wie die Krankenkasse der Deutschen Presse-Agentur in Mainz sagte.
Im ersten Halbjahr 2021 war demnach nicht einmal jede zehnte Krankmeldung (9,9 Prozent) eines Arbeitnehmers oder Auszubildenden auf eine Atemwegserkrankung zurückgegangen.
Seither seien es von Jahr zu Jahr mehr geworden, sagte die Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz, Martina Niemeyer. 2025 hätten sich bisher die meisten Beschäftigten im Februar krank gemeldet.
AOK: Grippe und Lungenentzündung auffallend oft
Auffallend häufig sind im ersten Halbjahr laut AOK Grippe und Lungenentzündungen gewesen.
Muskel- und Skeletterkrankungen wie etwa Bandscheibenvorfälle waren den Angaben zufolge der zweithäufigste Grund für eine Krankmeldung. Sie verursachten mit 19,8 Prozent mehr Fehltage als Atemwegserkrankungen mit 16,8 Prozent.
Der Trend halte an, dass jüngere Arbeitnehmer häufiger aber kürzer wegen Krankheit fehlten als ältere.
Krankenstand insgesamt unverändert
Insgesamt ist der Krankenstand im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei der AOK aber gleichgeblieben. Von Januar bis Juni waren von 1.000 Beschäftigten jeden Tag 67 krank geschrieben. Im Durchschnitt fiel ein Arbeitnehmer pro Krankheitsfall zehn Tage aus.