Neue Ziele, mehr Tempo, stabile Preise

Seit Sonntag neuer Fahrplan der Bahn - darauf sollte man achten

Bei der Deutschen Bahn gilt seit Sonntag ein neuer Fahrplan. Hier die wichtigsten Änderungen für Rheinland-Pfalz und Tipps, wie man bei der Ticketbuchung sparen kann.

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Stand

Der neue Fahrplan der Bahn gilt seit Sonntag, 14. Dezember. Tickets für den neuen Plan konnten allerdings schon länger gebucht werden - für bis zu 12 Monate im Voraus. Was die Kosten angeht, so sollen zumindest die Preise im Fernverkehr stabil bleiben, so die Bahn.

Mit dem Fahrplanwechsel ändert sich einiges - auch in Rheinland-Pfalz. Wie genau der neue Fahrplan sich auf Verbindungen in RLP auswirkt und wie man günstiger an Tickets kommt, haben wir hier zusammengefasst:

Die Fahrplan-Änderungen in:

Frühbucher im Vorteil:


Das ändert sich an Fahrplan und Strecken

Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn: Die wichtigsten Änderungen in RLP auf einen Blick
Die wichtigsten Änderungen in RLP auf einen Blick

Mainz:

Neu in Mainz hält um 6:40 Uhr ein ICE, der unter anderem nach Erfurt, Leipzig und Dresden weiterfährt. Die Freude über den neuen Zug ist aber nur von kurzer Dauer: Aufgrund von Bauarbeiten können alle zweistündlichen ICEs nach und von Dresden aus vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 nicht in Mainz halten.

Laut Bahn entfallen mit dem neuen Fahrplan außerdem einige "eher schwach genutzte Einzelfahrten" - zum Beispiel ein ICE am späten Nachmittag von Stuttgart nach Wiesbaden über Mainz.

Auf der Direktverbindung Hamburg/NRW/Schweiz entfallen die EC-Verbindungen aus und nach NRW über Koblenz und Mainz. Stattdessen verkehren künftig Intercity-Züge via Heidelberg und Stuttgart. So könne laut Bahn tagsüber ein lückenloser Zweistundentakt der IC-Züge von und nach Stuttgart angeboten werden.

Einige Verbindungen werden schneller: Der ICE von Mainz nach Köln morgens soll fast eine halbe Stunde schneller am Ziel sein. Er hält auch am ICE-Bahnhof in Montabaur. Die Zeit wird unter anderem aufgeholt, in dem der Halt Siegburg/Bonn entfällt. Neu ist auch, dass dieser Zug nun in Köln endet.

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Mittelrheintal (Koblenz, Andernach, Remagen):

Aus dem Mittelrheintal kann man ab dem Fahrplanwechsel wieder öfter mit dem IC an die Nordsee beziehungsweise nach Ostfriesland fahren. Das Ganze gilt zunächst bis zum 9. Juli 2026. Halt wird unter anderem in Koblenz, Andernach und Remagen gemacht.

Nach Berlin kommt man dafür nicht mehr so gut: Der ICE morgens von Koblenz über Andernach und Remagen nach Berlin - und abends zurück - kann wegen Bauarbeiten nur bis zum 6. Februar 2026 fahren. Außerdem entfällt ein später IC aus Dresden mit Ankunft in Koblenz.

Dafür wird es ein bisschen bequemer: Ab Sommer 2026, genauer ab dem 11. Juli, kommt auf der Strecke nach Oberstdorf (Halt: Koblenz und Mainz) der neue ICE L zum Einsatz. Das Besondere an dem Zug ist der stufenlose Einstieg. Allerdings kommt es auf der Strecke aufgrund von Bauarbeiten zeitweise zu bis zu 30 Minuten längeren Fahrzeiten.

Montabaur:

Von Montabaur aus kann man mit dem neuen Fahrplan nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über abends nach Brüssel fahren. Auf der Strecke Frankfurt-Brüssel und zurück macht der ICE unter anderem Halt an dem ICE-Bahnhof im Westerwald. Die gleiche Verbindung gibt es bereits am Morgen - mit dem neuen Fahrplan ist diese nun 20 Minuten schneller.

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Kaiserslautern:

Auch in der Pfalz darf man sich über schnellere Verbindungen freuen: Der Zug von Berlin nach Saarbrücken ist in Zukunft 25 Minuten schneller am Ziel. Zwischenhalte sind unter anderem Neustadt an der Weinstraße und Kaiserslautern.

Tickets buchen und sparen

Die gute Nachricht: Teurer wird es - zumindest im Fernverkehr - mit dem Fahrplanwechsel nicht. Die Bahn verzichtet hier erstmals seit sechs Jahren auf Preiserhöhungen. Man wolle damit ein Zeichen setzen, so ein Bahn-Sprecher. "Der schlechte Zustand des Schienennetzes hat zu viele Züge ausgebremst und zum Teil auch sehr kurzfristige Baustellen haben zu längeren Fahrzeiten bei vielen Fahrgästen geführt. Und wir glauben, dass es für uns wirtschaftlich besser ist, wenn wir die Fahrpreise stabil halten, um nicht Kunden an andere Verkehrsträger zu verlieren."

Um gute Preise zu erhaschen, lohnt es sich im Voraus zu buchen und zum Beispiel jetzt schon für die Urlaubszeit 2026 auf Schnäppchenjagd zu gehen.

Wer am Reisetag selbst flexibel ist, hat ebenfalls Chancen auf Schnäppchen. Julia Gerhards von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt dafür die Bestpreissuche. So kostet beispielsweise eine Fahrt von Mainz nach München vormittags knapp 60 Euro, am späten Nachmittag "nur" 20 Euro.

Insbesondere die besonders günstigen Preise, also die Supersparpreise und die Sparpreise, da gibt es einfach bestimmte Kontingente. Wenn Züge einfach schon sehr gut ausgelastet sind und Strecken, dann bekomme ich einfach nicht mehr die besten Angebote.

Sparen mit Ticket-Splitting?

Im Internet macht derzeit ein weiterer Spartrick Schlagzeilen: Ticket-Splitting. Also statt einer Komplettbuchung für eine Fernreise zwei Tickets für Teilstrecken, aber im gleichen Zug. Das lohnt nach Auskunft von Julia Gerhards allerdings nur in wenigen Fällen. Sie verweist auf eine Überprüfung der Stiftung Warentest. Diese kam zu dem Ergebnis, dass der hohe Suchaufwand die eher geringe Ersparnis nicht rechtfertigt.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Denise Thomas
SWR Aktuell, Logo
Susanne Weber
Bild von Susanne Weber, Redakteurin bei SWR Aktuell in Rheinland-Pfalz
Susan Reindl
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