Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben die Personalprobleme im Stellwerk Ludwigshafen in den Griff bekommen. Ab Montag werden deshalb Fahrplankürzungen zurückgenommen, die seit Anfang Mai galten.
Umleitungen seit 5. Mai
Weil nicht genug Fahrdienstleiter in Ludwigshafen zur Verfügung standen, wurden seit dem 5. Mai ICEs und Güterzüge rechtsrheinisch umgeleitet. S-Bahnen nach Worms und ins BASF-Werk fuhren nicht, um die dezimierte Mannschaft des Ludwigshafener Stellwerks zu entlasten. Die ICEs und Güterzüge fahren zwischen Mannheim und Mainz wieder durch Ludwigshafen.
Die Linie RE 14 fährt wieder zwischen Mainz, Worms und Mannheim und auch die S 44 fährt wieder regulär.
Zweckverband ÖPNV fordert langfristige Maßnahmen
Der Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd mit Sitz in Kaiserslautern kritisierte, dass die Zusagen der Bahn vom vergangenen Jahr nicht eingehalten worden seien. Damals hatte die für die Stellwerke verantwortliche Bahn-Tochter InfraGO versprochen, genug Fahrdienstleiter einzustellen und auszubilden.
Regionalbahnen fallen ab Mai monatelang aus Schon wieder droht Stellwerk-Chaos in Ludwigshafen
Ab dem 5. Mai fallen monatelang Regionalbahnen in der Vorderpfalz aus, weil Personal im Stellwerk Ludwigshafen fehlt. Der Nahverkehrszweckverband übt deshalb scharfe Kritik an der Deutschen Bahn.
Der Zweckverband forderte im Mai die Deutsche Bahn auf, ein Konzept vorzulegen, wie das Problem gelöst werden kann. "Notwendig sind nun langfristig wirkende Maßnahmen", so der Nahverkehrszweckverband.
Zweckverband ÖPNV: Auch Probleme in Heidelberg lösen
Der Nahverkehrszweckverband begrüßt die Rückkehr zur Normalität. Er forderte von der Bahn, jetzt auch die Probleme in Heidelberg zu lösen. Das dortige Stellwerk war mehrfach ausgefallen. Auch in der Pfalz waren dadurch viele Züge stark verspätet oder fuhren nicht.