Das inklusive Straßentheater- und Musikfest "Alles muss raus!" verwandelt die Kaiserslauterer Innenstadt an diesem Wochenende (17. bis 19. Juli 2026) erneut in eine große Open-Air-Bühne. Unter freiem Himmel werden rund 200 Künstlerinnen und Künstler aus elf Ländern ihre Kunst präsentieren.
750. Jubiläum: "Die Stadt Kaiserslautern ist bunt"
Im Rahmen des 750. Stadtjubiläums verwandeln internationale Ensembles mit und ohne Behinderung die Straßen in eine große, kostenlose Open-Air-Bühne. Überraschende Inszenierungen und Straßentheater in den Gassen und auf den Plätzen der Innenstadt, riesige mystische Figuren, mobile Konzerte, poetische Tanzstücke oder spektakuläre Luftakrobatik und Shows hoch über den Köpfen des Publikums – das Festival lebt von außergewöhnlichen Momenten.
"Alles muss raus!" steht für Kunst mitten in der Stadt, spontane Begegnungen ohne Barrieren und ein Programm für die ganze Familie. Auch in diesem Jahr ist das Festival komplett gratis. Der Startschuss fällt wieder in der Fruchthalle: Hier erwartet die Besucher traditionell eine Revue aus Musik, Tanz und Akrobatik. "Ein wirklich hochkarätiges Programm, sagt Festivalleiterin Elisabeth Schelhas.
Kostenexplosion für Veranstaltungen: Wie lange geht das noch weiter?
Theater, Musik, Tanz, Akrobatik und Walk-Acts in dieser Größenordnung kosten aber auch Geld. Die Finanzierungskosten für so ein Festival steigen von Jahr zu Jahr. Reise- und Übernachtungskosten, Gagen und nicht zuletzt auch die gestiegenen Sicherheitsvorgaben für Veranstaltungen. Hinzu kommt, dass Spenden immer weniger werden und auch Fördermittel immer schwieriger zu beantragen bzw. bekommen sind. Die Macher von "Alles muss raus!" werben deshalb aktiv um Unterstützung.
Heißt es in 2026 ein letztes Mal "Alles muss raus" in Kaiserslautern?
Für die Veranstalter gilt: "Jede Unterstützung ist wichtig. Ob finanzieller Art oder als Support beim Organisieren oder Vorbereiten des Events", sagt das Leitungsteam um die Schwestern Christina und Elisabeth Schelhas. Denn nur mit Förderern, Spenden und ehrenamtlichem Engagement kann das Festival auch in Zukunft in dieser Größenordnung kostenlos stattfinden. Das Problem: Der Hauptförderer ist für dieses Jahr weggebrochen. Das rheinland-pfälzische Kultusministerium hatte im März zum Durchführen des Festivals in diesem Jahr 50.000 Euro als Einmalzahlung gegeben.
Wer "Alles muss raus!" besucht, erlebe nicht nur hochkarätige internationale Straßenkunst, sondern trage mit seiner Präsenz auch dazu bei, dass eines der außergewöhnlichsten Kulturfestivals der Region eine Zukunft hat, sagt die Festivalleitung. Besucherinnen und Besucher können per QR-Code Spenden senden. Außerdem gibt es Merchandising zum Unterstützen wie Solidaritäts-Buttons, Aufkleber oder Schlüsselanhänger. Im Herbst soll eine finale Entscheidung fallen, ob und in welcher Größenordnung es mit dem Festival weitergehen kann.