Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Ein 46-jähriger Somalier soll Ende Juli in einer Gemeinschaftsunterkunft in Kaiserslautern einen 27-jährigen Bekannten mit einem Messer in den Hals gestochen und lebensgefährlich verletzt haben. Durch Notarzt und Notoperation überlebte das Opfer.
Streit in Flüchtlingsunterkunft vor Messerangriff
Der Angriff ereignete sich in einer Unterkunft für Geflüchtete in Kaiserslautern. Zuvor soll der 46-Jährige den jüngeren Mann um eine Zigarette gebeten haben. Als dieser das ablehnte soll der 46-Jährige Geld gefordert haben. Als der jüngere Mann ihm vier Euro in Münzen zuwarf und ihn damit abwies, soll der Tatverdächtige zurückgekehrt sein - mit einem Messer in der Hand - und seinem Gegenüber in den Hals gestochen haben.
Laut Staatsanwaltschaft soll der 46-Jährige aus einem niedrigen Beweggrund gehandelt haben. Er fühlte sich von dem Opfer provoziert, weil er sich einem höhergestellten Clan zugehörig glaubte.
Prozess vor Landgericht Kaiserslautern erwartet
Vor dem Landgericht Kaiserslautern muss sich der Mann nun wegen versuchten Mordes verantworten. Der Prozessbeginn steht aktuell noch nicht fest.