Samstag, 12 Uhr: Zum Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Paderborn tummeln sich viele Fans vor dem Fritz-Walter-Stadion. Besonders am Werner-Kohlmeyer-Tor, dem Eingang Süd-/Osttribüne, versammeln sich hunderte Menschen. Dicht an dicht wollen sie ins Stadion rein. Aber es geht nur schleppend voran.
Gefühlt wird es an dem Eingangsbereich in Richtung Anpfiff auch noch voller. Denn zeitgleich wollen einige Fans die Straße dort nur queren, kommen aber auch nicht voran. Und so drücken sich einige Fans durch die Massen. Ungeduld macht sich breit, denn viel Zeit geht verloren.
Wartezeiten von bis zu 45 Minuten am Fritz-Walter-Stadion
"Eine Wartezeit am Einlass von 30 bis 45 Minuten kann bei einer Großveranstaltung mit 45.000 Zuschauern durchaus vorkommen", sagt Stefan Roßkopf, Leiter der Unternehmenskommunikation beim FCK. Beim Spiel gegen den SC Paderborn musste der 11-Freunde-Kreisel unterhalb des Betzenbergs zeitweise gesperrt werden. Das passiert vor FCK-Heimspielen häufiger. Denn so können die beiden Fanlager getrennt ins Stadion gehen.
Das führt aber dazu, dass viele FCK-Fans aus der Innenstadt gebündelt vor dem Stadion ankommen - und es zu langen Warteschlagen kommt. "Vor dem Werner-Kohlmeyer-Tor ist keine Anstellfläche, sodass die wartenden Personen auf der Straße stehen. Das ist im Sicherheitskonzept so vorgesehen, da der Fahrzeugverkehr ab eine Stunde vor Stadionöffnung nicht mehr gestattet ist", erklärt Roßkopf.
FCK weist auf weitere Eingänge hin
Der Verein sagt aber auch, dass nicht alle Besucher der Süd- und Osttribüne zwangsläufig durch das Werner-Kohlmeyer-Tor müssen: "Ticketinhaber können an jedem Spieltag auch an den Eingängen der Südtribüne bei Block eins, zwei, drei und vier ins Stadion gelangen." Mit Lautsprecherdurchsagen und Hinweisen von Volonteers versucht der FCK, auf die Eingänge an den Spieltagen hinzuweisen.
Kaiserslautern hält am Einlasskonzept fest
Vom FCK heißt es, dass man genügend Ordner hat und das Maximum aus den gegebenen Einlasskapazitäten herausholt. Um die Einlasssituation weiter zu verbessern, müsste der 1. FC Kaiserslautern baulich eingreifen. Das plant der Verein aber nicht. Er sieht das Problem an einer anderen Stelle.
"Die Wartezeiten am Werner-Kohlmeyer-Tor entstehen nicht durch die Kontrollen des Ordnungsdienstes, sondern durch einen Stau an den Drehkreuzen, auch weil viele Zuschauer ihr Ticket erst nach der Körperkontrolle hervorholen", sagt Stefan Roßkopf. Deshalb setzt der FCK weiterhin auf Faninfos über seine sozialen Medien, um den Einlass an den Spieltagen zu erleichtern.