Landesweiter Übungstag für Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr

Probe für Katastrophen in der Pfalz: Was passiert bei einem Flugzeugabsturz?

Am landesweiten Übungstag probten über 5.000 Einsatzkräfte in der Westpfalz den Umgang mit Katastrophen wie Waldbrand, Flugunfall und Starkregen.

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Stand

Wer am Samstag in der Westpfalz unterwegs war, konnte viele Feuerwehrautos und Sirenen erleben. Grund war kein echter Notfall, sondern der erste landesweite Übungstag für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz.

Geprobt wurde, wie gut die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte im Ernstfall tatsächlich funktioniert. Im Landkreis Kusel wurden zum Beispiel mehrere Waldbrände und einmal auch Starkregen simuliert. Dort trainierten die Einsatzkräfte, was sie machen müssen, wenn mal über längere Zeit der Strom ausfällt.

Szenario in Kaiserslautern: Flugzeugabsturz

In Kaiserslautern probten Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Bundeswehr ein besonders dramatisches Szenario: den Absturz eines Learjets und eines Eurofighters im Bereich Erfenbach. Trümmerteile auf der Autobahn, zahlreiche Verletzte, Brände und sogar ein Stromausfall machten den Einsatz zu einer komplexen Herausforderung, die enge Abstimmung aller Kräfte erforderte. Das Szenario sei sehr realistisch gewesen, erklärt Jürgen Mayer, Leiter der Feuerwehr-Leitstelle in Kaiserslautern. "Wie ein Computerspiel im Großen."

Pirmasens: Spezialfahrzeug für Waldbrand im Test

Die Feuerwehr Pirmasens testete am Übungstag vor allem, wie schnell Einheiten überörtlich verlegt werden können. Mit dabei war die neue Einheit für Wald- und Vegetationsbrände. Kernstück: Ein hochmodernes Tanklöschfahrzeug vom Typ Unimog, das 3.000 Liter Wasser fasst. Der Clou: Brände können aus dem fahrenden Fahrzeug heraus bekämpft werden, weil der Unimog selbst mit einem "Wasservorhang" vor den Flammen geschützt ist. Dafür wurde der Fahrzeugverband ins benachbarte Landau verlegt, was zeitweise Verkehrsbehinderungen verursachte.

Winnweiler: Was tun bei einem Großbrand im Donnersbergkreis?

Auch Winnweiler im Donnersbergkreis war Teil der landesweiten Katastrophenübungen. Hier wurde ein großflächiger Brand inszeniert, um zu prüfen, wie die ortsansässigen Wehren mit einer solchen Herausforderung umgehen. Ziel war, die Alarmierungsketten zu testen und zu sehen, wie reibungslos die Zusammenarbeit zwischen lokalen und überörtlichen Einheiten abläuft.

Nach Angaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz fanden am Samstag rund 100 Übungen im ganzen Land statt. Über 5.000 Einsatzkräfte waren beteiligt, allein in der Westpfalz mehrere Hundert. Viele Straßen waren deshalb kurzzeitig durch Fahrzeugkolonnen blockiert.

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Friedericke Pick
Onlinefassung
Maren Kaps
Maren Kaps, SWR Aktuell Studio Kaiserslautern

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