Zweimal im Jahr fahren die Förster die Straßen in der Region am Donnersberg ab. Sie suchen nach nach Bäumen, die umstürzen könnten, und toten Ästen. Denn: Das Forstamt Donnersberg muss dafür sorgen, dass von den Wäldern 30 Meter links und rechts von der Straße keine erhebliche Gefahr ausgeht.
"Das reicht eigentlich nicht mehr", erklärt Andreas Grauer, Forstamtsleiter im Donnersbergkreis, mit Blick auf die Kontrollfahrten. Gerade finden diese Arbeiten statt. Das Fazit: Zu viele Bäume sind geschwächt - von der Hitze und Trockenheit des diesjährigen Sommers und mancher Jahre davor.
Neues Konzept im Donnersbergkreis: Stufig aufgebauter Waldrand
Grauer will nicht zusehen, wie die Verkehrssicherung im Donnersbergkreis immer mehr zum Problem wird. Er will "vor die Welle kommen". Deshalb soll nun ein Konzept her, dass die Waldränder sicherer macht. Das sei noch nicht ausgearbeitet, aber Grauer sagt: "In ein paar Jahren werden unsere Wälder an den Straßen anders aussehen."
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Grob stellt er sich einen stufig aufgebauten Waldrand vor. Auf den ersten fünf Metern abseits der Straßen könnten Gräser und Gebüsch wachsen. Danach würden Bäume stehen, die nur maximal zehn Meter hoch wachsen. Und je weiter weg von der Straße, desto höher dürfen die Bäume werden. Auf diese Weise kann kein Baum mehr auf die Straße stürzen.
Forstamt Donnersberg will mit der Natur arbeiten
Ein Kahlschlag sei dafür nicht notwendig. Stattdessen soll der Wald Stück für Stück ausgedünnt werden. "Man muss immer abwägen, ob der ökologische Eingriff notwendig ist", sagt Forstamtsleiter Grauer. "Und, ob er ökonomisch ist." Aus diesen Gründen setze man im Donnersbergkreis auf eine "natürliche Verjüngung". Das heißt in etwa: Es wächst das, was wächst. Die Förster greifen nur selten ein. Zum Beispiel, wenn sich eine Baumart vermehrt, die nicht gut mit Trockenheit zurechtkommt, etwa die Fichte.
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Auswirkungen des Hitzesommers 2026 zeigen sich erst in ein paar Jahren
"Im Moment fällen wir nur die Bäume, die jetzt akut gefährdet sind", erklärt Grauer. Mehr Fällarbeiten könnten aber in den nächsten Jahren notwendig sein. Zum einen, wenn das neue Konzept umgesetzt wird. Zum anderen: "Der Sommer war wirklich heftig. Viele Auswirkungen werden wir aber erst in drei bis fünf Jahren sehen."