Den Überblick am Autohof Ramstein behält seit 25 Jahren Richard Schossböck. In dieser Zeit hat sich einiges verändert, vor allem während Corona, erinnert sich der Autohof-Chef: "Früher hatten wir das Restaurant 24 Stunden geöffnet, freitags und samstags war hier um drei Uhr früh alles voll."
Trotzdem bleibt für ihn eins klar: Die Raststätte an der A6 ist für viele ein zweites Zuhause. Vor über 30 Jahren hat der Autohof in Ramstein eröffnet.
Stammgäste, Trucker und geheime Lieferungen
Auch wenn das Nachtleben auf dem Autohof Ramstein inzwischen weniger geworden ist, gibt es treue Stammgäste. Viele Trucker verbringen am Autohof ihre Pause. "Die übernachten, parken, duschen, essen, lassen die Wäsche hier waschen und verbringen einen Teil ihres Lebens hier", erzählt Schossböck.
Einer von ihnen ist John. Der 71-jährige Lkw-Fahrer beliefert die nahegelegene US-Air-Base. Was er transportiert, ist allerdings streng geheim, sagt er. Wegen der vielen Amerikaner in der Region gibt es im Tankstellenshop am Autohof sogar besondere Produkte. Von amerikanischen Softdrinks bis hin zu besonderen Snacks. "Sonnenblumenkerne mit Chili-Taco-Flavour – alles eine Frage des Geschmacks", sagt Richard Schossböck lächelnd.
Die Trucker übernachten, parken, duschen, essen, lassen die Wäsche hier waschen und verbringen einen Teil ihres Lebens hier.
Familiengefühl hinter der Theke am Autohof Ramstein
Hinter der Theke am Autohof Ramstein herrscht echtes Familienflair: Nicole Schmitt schmeißt als stellvertretende Restaurantleiterin den Laden, während ihre zwei Töchter fleißig in der Gaststätte bedienen.
Doch das familiäre Miteinander spürt man nicht nur hinter der Theke. Von vielen Stammgästen kennt man auch die Namen und weiß, welches Gericht sie am liebsten haben, erzählt Restaurantleiterin Lenka Ritter.
Sie arbeitet schon seit 30 Jahren hier und hat dabei unzählige Geschichten erlebt. Ihr persönliches Highlight: "Ein Fahrer ist einmal mit einem echten Papagei auf der Schulter hereingekommen. Das war natürlich eine rießengroße Aufregung." Ein echter Papagei auf einem Rasthof - das hatte auch Lenka Ritter noch nie zuvor gesehen.
Aus dem Alltag am Autohof: Stress, Anekdoten und Hilfsbereitschaft
Im Sommer wird’s schon mal stressig, erzählt Ute Maier, die im Tankstellen-Shop arbeitet: "Jetzt im Sommer kann es schon mal stressig werden, wenn mehr Urlauber und vor allem Busse hier einen Stopp einlegen." Die Tankstelle ist rund um die Uhr geöffnet – und manchmal wird es auch skurril: "Die Amerikaner kommen manchmal auch nachts im Pyjama und Pantoffeln daher und kaufen ein", schmunzelt Ute Maier.
Aber ganz gleich, wie hektisch es am Autohof Ramstein zugeht – für Richard Schossböck ist sein Job mehr als bloß ein Geschäft: "Ich hab schon jemanden zum Arzt gefahren, Geld geliehen - wenn Menschen, die hierherkommen Hilfe brauchen, mach ich das gerne."
Die Amerikaner kommen manchmal auch nachts im Pyjama und Pantoffeln daher und kaufen ein.
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Treffpunkt für alle – der Autohof Ramstein lebt von seinen Menschen
Ob Trucker, Urlauber oder Amerikaner – am Autohof Ramstein nahe Kaiserslautern treffen sich Tag für Tag Menschen aus verschiedensten Welten. Was sie verbindet? Ein kurzer Moment der Pause, ein bisschen Heimatgefühl und manchmal auch nur eine langersehnte Dusche.