Ähnlich wie bei der Gartenschau ging es im vergangenen Jahr auch beim Japanischen Garten in der Innenstadt von Kaiserslautern um die Frage, wie es weitergeht. Der Betreiberverein machte sich Gedanken. Das Problem: Um das Kleinod weiterzuentwickeln, fehlt das Geld.
Ralf Kammer vom Betreiberverein zeigte sich im Oktober zuversichtlich. Mit der Stadt gebe es gute Gespräche. Und diese sind nun auch zu einem Ergebnis gekommen. "Ich freue mich riesig, dass wir eine Zukunft für den Japanischen Garten haben. Der Japanische Garten ist ein Kleinod, für das Kaiserslautern international unter Kennern bekannt ist, und ein wichtiges touristisches Ziel in Kaiserslautern", sagt Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD).
Spende der Sparkasse sichert Zukunft des Japanischen Gartens
Die Lösung sieht folgendermaßen aus: Die Sparkasse Kaiserslautern wird nach Angaben der Stadt den Japanischen Garten mit einer Spende in Höhe von 200.000 Euro unterstützen. "Wir freuen uns, zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieser bedeutenden regionalen Sehenswürdigkeit beitragen zu können. Vom ersten Tag an pflegen wir eine enge Partnerschaft mit dem Japanischen Garten", sagt Hartmut Rohden, der stellvertretende Vorsitzende des Sparkassen-Vorstands.
Beim Betreiberverein ist die Erleichterung groß: "Als Verein schaut man, dass man irgendwie über die Runden kommt, deshalb ist so eine Spende eine riesige Erleichterung", sagt Ralf Kammer. Die Kommunikation mit der Stadt sei respektvoll und auf Augenhöhe gewesen.
Garten in Kaiserslautern soll mit Investitionen attraktiv bleiben
Jedes Jahr zieht der Japanische Garten in Kaiserslautern rund 60.000 Besucherinnen und Besucher an. Er wurde 2004 eröffnet. Auf knapp 15.000 Quadratmetern gibt es zahlreiche japanische Pflanzen, Laternen, Brücken oder Statuen zu sehen. Um die Stimmung aus Fernost in unsere Region zu bringen, haben sich die Verantwortlichen von original japanischen Gärten inspirieren lassen und sich auch Hilfe von Japan-Experten geholt.
Der Betreiberverein organisiert mit Hilfe ehrenamtlicher Helfer regelmäßig Veranstaltungen wie Cosplay-Tage, klassische Führungen oder Mondfeste. Ziemlich beliebt bei den Besuchern ist auch die Zeit der Kirschblüte im Frühjahr. Um den Japanischen Garten auch für die Zukunft attraktiv zu halten, möchte der Betreiberverein in das Gelände investieren - zum Beispiel in neue, barrierefrei Toilettenanlagen und verschiedene Sanierungsarbeiten. Auch soll das Umfeld des Rasen-Rondells aufgewertet werden. "Ziel ist es, dass der Japanische Garten moderner und barrierefrei wird", sagt Ralf Kammer.