Wissenschaftsmeile wächst weiter

31 Millionen Euro für Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern

In Kaiserslautern tut sich was: Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) bekommt zwei neue Gebäude – und das für 31 Millionen Euro. Was soll in den zusätzlichen Forschungsräumen passieren?

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Die Antwort: Hier wird später mal in den Bereichen Energie und Gesundheit geforscht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern tüfteln dort dann zum Beispiel daran, wie Photovoltaikanlagen noch effizienter genutzt werden können. Wie weit müssen die Solarmodule auseinander stehen? Und sollen sie sich je nach Standort mit der Sonne drehen? Diese Fragen sollen unter anderem in den neuen Büros mit Hilfe von Mathematik gelöst werden.

Der Neubau an der Trippstadter Straße in Kaiserslautern, der sogenannten Wissenschaftsmeile, kostet rund 31 Millionen Euro, finanziert wird das von Bund und Land. "Wir hoffen, dass wir 2028 einziehen können", sagt Anita Schöbel. Sie ist die Leiterin des Fraunhofer ITWM.

Das Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern wächst und bekommt zwei neue Gebäude.
Beim offiziellen Spatenstich für die neuen Forschungsgebäude in der Trippstadter Straße.

Mehr Raum für Wissenschaft in Kaiserslautern

Die zwei neuen Gebäude sollen genau neben den schon vorhandenen Gebäudekomplexen des Fraunhofer-Instituts entstehen. An dieser Stelle ist aktuell noch ein großer Parkplatz vorhanden. Der Bauzaun rund um das Gelände lässt erahnen, dass sich das bald ändern wird.

Das Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern wächst und bekommt zwei neue Gebäude.
Hier auf diesem Parkplatz - neben dem Fraunhofer-Institut - sollen bald die zwei neuen Forschungsgebäude stehen.

Nachhaltige Energie wird übrigens nicht nur Thema in den neuen Büroräumen sein, sondern auch außerhalb davon. Die Gebäude bekommen nämlich Photovoltaikanlagen aufs Dach und an die Fassade.

Das Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern wächst und bekommt zwei neue Gebäude.
So sollen die neuen Gebäude des Fraunhofer-Instituts später aussehen - inklusive Photovoltaik an der Fassade.

Fraunhofer-Institut will Krebstherapien verbessern

Neben Forschungen zu nachhaltiger Energie, will man in den neuen Gebäuden auch eine Software weiterentwickeln, die Strahlentherapien bei Krebserkrankungen schonender für die Organe macht. Der Tumor soll bei so einer Behandlung natürlich möglichst viel Bestrahlung abkriegen, die Organe aber möglichst wenig.

Sollte ein Patient zum Beispiel eine schwache Niere haben, hilft die Software dem Arzt die Bestrahlung so zu planen, dass die Niere eher geschont wird. "Da kann der Arzt auf einen Blick sehen, wie viel Strahlung bei welchem Organ landen wird", erklärt Anita Schöbel.

Mehr Platz und mehr Jobs für Forschung

Durch die neuen Gebäude hat das Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern übrigens Platz für mehr Mitarbeiter. Laut Anita Schöbel werden damit auch neue Arbeitsplätze in dem Institut geschaffen. Insgesamt sollen mehr als 200 zusätzliche Büroplätze auf zirka 3.000 Quadratmetern entstehen.

Dass das Fraunhofer-Institut weiter wächst, freut auch Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD). Sie betont, wie stolz die Stadt darauf ist, ein weltweit angesehenes Institut wie das Fraunhofer hier zu haben. "Das ist schon für eine kleine Großstadt wie Kaiserslautern ein tolles Aushängeschild", sagt Kimmel.

Eines der weltweit größten mathematischen Forschungsinstitute

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern zählt nach eigenen Angaben zu den größten mathematischen Forschungsinstituten weltweit. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dem Institut arbeiten an Themen wie Künstlicher Intelligenz, erneuerbarer Energie und beschäftigen sich auch mit Quantencomputer. Neu entwickelte Technologien werden später auch, beispielsweise in der Industrie, praktisch eingesetzt.

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