Das Landgericht Kaiserslautern hat die 19-Jährige zu zwei Jahren Jugendstrafe verurteilt - wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Bedeutet: Die Frau muss nicht ins Gefängnis.
Während des Prozesses war die Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass die Frau am Tattag Alkohol oder Drogen genommen hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte die 19-Jährige ursprünglich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
Opfer soll Frau in Kaiserslautern mehrfach belästigt haben
Die 19-Jährige sagte vor Gericht, dass das spätere Opfer sie mehrfach sexuell belästigt habe. Das Messer habe sie wenige Tage vorher gekauft, um sich zu verteidigen. "Ich wollte dafür sorgen, dass er das nicht wieder tut", sagte sie vor Gericht.
Damals lebte die junge Frau auf der Straße und hatte in der Nähe des Kaiserslauterer Rathauses geschlafen. Dort habe sie auch das Messer versteckt - das sie dann an diesem Tag Ende November 2025 holte, als der 31-jährige Mann sie wieder belästigte. Sie habe aus Reflex zugestochen, schilderte sie. Wie oft, könne sie nicht sagen - sie sei stark betrunken gewesen.
Die 19-Jährige soll auch wegen weiterer Taten aufgefallen sein. Sie soll nach einem Streit um Geld ihre Mutter in den Kopf gebissen haben. Und im zweiten Fall soll sie einen Mann mit einer Schere bedroht haben. Zu diesen beiden Fällen sagte die Frau, sie könne sich nur an wenig erinnern, weil sie auch dabei stark betrunken gewesen sei.
Vor Gericht waren viele Zeugen gehört worden. Einer sagte aus, die Frau habe mehrfach "Geh weg" gerufen, das Opfer habe sie an den Schultern gehalten. Ein zweiter Zeuge schilderte es ähnlich. Der Geschädigte selbst war zu Prozessbeginn nicht vor Gericht erschienen, obwohl der 31-Jährige auch als Zeuge geladen war.
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Laut Gericht hatte die Frau am Tag der Tat mehrfach auf den Mann eingestochen. Er erlitt durch das Messer eine lebensgefährliche Verletzung am Oberkörper. Erst als Passanten hinzukamen, soll die Angeklagte von weiteren Stichen abgesehen haben. Danach war sie geflüchtet. Der 31-Jährige musste damals ins Krankenhaus und notfallmedizinisch versorgt werden.