"Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden", sagt der amtierende Oberbürgermeister von Zweibrücken, Marold Wosnitza (SPD). Er hat bei der OB-Wahl rund 43 Prozent der Stimmen erhalten. "Wir haben das erreicht, was wir erreichen wollten. Die Stichwahl war absehbar und jetzt schauen wir mal, was in drei Wochen als Ergebnis raus kommt", so Wosnitza.
Wosnitza gegen Rauch bei Stichwahl in Zweibrücken
In drei Wochen steht nämlich die Stichwahl an. Gegen Marold Wosnitza tritt dann Christina Rauch von der CDU an, die mit rund 30 Prozent die zweitmeisten Stimmen bei der OB-Wahl in Zweibrücken geholt hat. "Ich bedanke mich bei allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen und sehe das jetzt als klaren Auftrag für unsere Stichwahl", so Rauch.
Christian Hofer von der AfD belegte mit etwas weniger als 21 Prozent der Stimmen Platz drei.
Wahl-Überraschung in Zweibrücken ausgeblieben
SWR-Reporter Andreas Kahlmeyer war während der Stimmenauszählung im Zweibrücker Rathaus und berichtet über den Wahlabend:
Das haben die beiden Kandidaten Marold Wosnitza und Christina Rauch vor der Wahl zu ihrem Wahlprogramm gesagt:
- Christina Rauch (CDU)
- Marold Wosnitza (SPD)
Christina Rauch (CDU) - Beigeordnete der Stadt Zweibrücken
"Zweibrücken hat viele Stärken: engagierte Menschen, eine solide wirtschaftliche Basis, eine traditionsreiche Geschichte und eine hohe Lebensqualität", sagt Christina Rauch. Sie gibt an, Projekte in der Stadt künftig schneller voranbringen zu wollen. "Mir ist außerdem wichtig, dass Stadtpolitik transparent arbeitet und Bürger stärker einbezogen werden - etwa durch Beteiligungsformate", erklärt Rauch.
Zu ihren drei Schwerpunkten zählen die Bereiche Bildung, Wirtschaft und Innenstadt. Die ehemalige Gymnasiallehrerin will in Schulgebäude und Sportanlagen investieren und das Ganztagsangebot an Schulen ausbauen. Der Campus Zweibrücken soll enger mit der Wirtschaft kooperieren und die Entwicklung des Flughafengeländes soll vorangetrieben werden. Außerdem möchte sich Rauch für mehr Freizeit- und Kulturangebote in der Innenstadt einsetzen.
Marold Wosnitza (SPD) - Amtierender Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken
"Aus Schlechtreden ist noch nie etwas Gutes entstanden. Unsere Stadt Zweibrücken hat seit dem Wiederaufbau viele Krisen erlebt. Doch wir haben uns nie von ihnen entmutigen lassen", sagt Marold Wosnitza und ergänzt: "Dieser Wille anzupacken und nicht aufzugeben, hat unsere Stadt stark gemacht." Seit 2018 ist der ehemalige Hochschullehrer Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken und will das künftig auch bleiben.
Zu den drei wichtigsten Zielen zählt Wosnitza die Ansiedlung von neuen Firmen, die Verbesserung der Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer und die Sanierung von Infrastruktur wie Straßen und Schulen. "Darüber hinaus möchte ich die Förderung der lokalen Unternehmen durch kommunale Wirtschaftsförderprogramme. Außerdem will ich die Förderung von Wohnraum für Auszubildende vorantreiben", erklärt Marold Wosnitza.