Bei Steinwenden (Kreis Kaiserslautern) ist am Mittwoch ein toter Kranich gefunden worden, bei Mauschbach (Kreis Südwestpfalz) ein kranker, der später aber verendet ist. Wie die Verwaltungen der Kreise Kaiserslautern und Südwestpfalz jetzt mitteilten, haben erste Untersuchungen ergeben, dass beide Tiere offenbar an Vogelgrippe gestorben sind.
Weitere Untersuchung auf Vogelgrippe bei Institut in Greifswald
Eine weitere Probe der verendeten Kraniche wird jetzt beim Friedrich Löffler-Institut für Tiergesundheit bei Greifswald untersucht. Sollten sich die positiven Ergebnisse bestätigen, müssen Geflügelhalter in der Westpfalz ihre Tiere in den Stall bringen, so die Kreisverwaltungen Kaiserslautern und Südwestpfalz.
Kreisverwaltungen empfehlen Schutzmaßnahmen
Da das Vogelgrippevirus nicht nur von Vogel zu Vogel, sondern auch über kontaminierte Gegenstände übertragen werden kann, raten die Kreisverwaltungen den Geflügelhaltern unter anderem, ihre Tiere jetzt schon in den Stall zu bringen. Außerdem sollten Stall- und Straßenkleidung streng getrennt und Arbeitsgeräte regelmäßig desinfiziert werden. Zudem sei es ratsam, im Moment keine Tiere dazuzukaufen oder diese zunächst in Quarantäne zu setzen. Bei der Fütterung sollten die Tierhalter darauf achten, dass keine Wildvögel Zugang zum Futter haben.
20 verendete Kraniche im Westerwaldkreis Toter Kranich: Erster Fall von Vogelgrippe im Rhein-Hunsrück-Kreis
Bei Niedersohren im Hunsrück ist ein toter Kranich gefunden worden, der mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert war. Das hat der Rhein-Hunsrück-Kreis mitgeteilt.
Kranke oder tote Vögel im Kreis Kaiserslautern und der Südwestpfalz melden
Wer tote oder kranke Wildvögel findet, sollte diese auf keinen Fall anfassen, so die Kreisverwaltungen. Es sei aber wichtig, die genaue Position, am besten mit GPS-Koordinaten, an die Veterinärämter der Kreisverwaltungen zu melden. Gleiches gelte für Tierhalter: Wenn diese mehrere tote Vögel im Stall hätten oder sich das Verhalten einzelner Tiere stark ändere, müssten sowohl kommerzielle wie auch Hobbyhalter dieses den Veterinärämtern melden.
Die wichtigsten Fragen und Antworten Vogelgrippe breitet sich rasant in RLP aus - was Verbraucher und Betriebe wissen müssen
Bei immer mehr Wildtieren in RLP wird das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen. Mittlerweile ist auch ein Hausgeflügelbestand betroffen. Was zu beachten ist.
Tauben und Singvögel sind kaum gefährdet
Tauben und Singvögel könnten sich laut der Kreisverwaltungen kaum mit dem Vogelgrippevirus anstecken. Bei der Verbreitung des Virus spielen sie daher nur eine untergeordnete Rolle. Andere Wildvogelarten sind allerdings für eine Früherkennung von Interesse. Daher sollte dem Veterinäramt gemeldet werden, wenn mehrere tote Vögel an einer Stelle gefunden werden.
Eine Übertragung des Virus auf den Menschen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) zwar möglich, dafür müsse der Kontakt zwischen Mensch und Vogel aber sehr eng sein. Aus diesem Grund stuft das RKI das Risiko als sehr gering ein.