"Wir sind froh, dass uns so langweilig war", so lautetet die positive Bilanz der Einsatzkräfte. Es sei ein sehr ruhiges, entspanntes Stadtfest gewesen, betonen die Sanitäter von ASB und DRK. Auch die Polizei spricht von einem ruhigen Verlauf mit wenig Vorfällen.
Polizei ermittelt wegen kleineren Auseinandersetzungen
Am Freitag habe es fünf Konflikte gegeben, bei denen die Polizei ausrücken musste. Dabei wurde unter anderem eine Frau von einem Mann ins Gesicht geschlagen, woraufhin sie den Mann in den Arm gebissen hat. Die Polizei ermittelt außerdem gegen einen Mann, der am Samstag einer jungen Frau im Streit den Hals zugedrückt hat. Ein weiterer Mann hatte eine Frau an den Haaren gezogen, der musste die Nacht dann in einer Gefängniszelle verbringen. Am Sonntag verhielten sich alle Besucherinnen und Besucher friedlich. Trotz dieser Vorkommnisse betont die Polizei, dass es ruhiger gewesen sei als in den vergangenen Jahren.
Eine rundum gelungene Veranstaltung
Auch Kulturamts-Chef Thilo Huble zeigt sich zufrieden: "Es war eine rundum gelungene Veranstaltung." Der Freitag sei in diesem Jahr noch stärker besucht gewesen als im letzten Jahr, am Samstag habe man die Kapazitätsgrenze der Besucher erreicht. Er betonte auch das Engagement der Bühnenpartner auf den sieben offiziellen und weiteren kleinen Bühnen. "Das ist das Zusammenspiel vieler, vieler Hände, die das Stadtfest zu dem machen, was es ist", so Huble.
Stadtfest Zweibrücken: Sicherheitskonzept hat sich bewährt
Zweibrückens Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Er betont vor allem das Sicherheitskonzept, das in den letzten zwei Jahren noch einmal verändert wurde. Die neuen Absperrungen hätten sich bewährt, so Wosnitza. Auch wenn der Anschlag auf den CSD in Berlin vieles überschattete, hatte der Oberbürgermeister nicht das Gefühl, dass sich die Leute unsicher gefühlt haben. Am Sonntag sei zwar weniger los gewesen, ob das direkt mit dem Vorfall in Berlin zusammenhänge, könne er jedoch nicht sagen.
Neu in diesem Jahr: Akustik-Bühne
Drei Tage lang haben über 100.000 Menschen in Zweibrücken gefeiert. Bei der 45. Auflage des Festes traten mehr als 50 Künstlerinnen und Künstler sowie Bands auf. Neu in diesem Jahr: Eine Bühne, auf der nur akustische Musik gespielt wurde. Diese Bühne sei gut angenommen worden, die Veranstalter sehen hier jedoch auch noch Verbesserungsbedarf. "Wir wollen da noch für mehr Bestuhlung sorgen, das ist Musik, bei der man eher sitzt", erläutert Huble vom Kulturamt. Das neue Konzept auf dem Schlossplatz habe sich bewährt. Hier standen in diesem Jahr das Riesenrad und Fahrgeschäfte für die ganze Familie. Hier wolle man in Zukunft noch Essens- und Getränkestände hinstellen, so die Veranstalter.